Mordfall Yasemin Tomak: Angeklagter schweigt zum Prozessauftakt
DORTMUND/LÜNEN Es war ein grausames Verbrechen. Im Januar 2011 musste Yasemin Tomak aus Lünen sterben. Die 32-Jährige wurde erwürgt. Am Donnerstag begann vor dem Dortmunder Schwurgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter.
Das Bild zeigt den Angeklagten Adem I. (34), eingerahmt durch seine Verteidiger Felix Bernhörster (links) und Heinz-Walter Lindemann (rechts). (Foto: Werner von Braunschweig)
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Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Adam I. seine frühere Geliebte bestrafen wollte. Yasemin hatte den Angeklagten offenbar verlassen und sich einem anderen Mann zugewandt.
Vergewaltigung geplant
Der grausame Plan: Laut Anklage sollte der neue Liebhaber durch einen Schlägertrupp verprügelt, Yasemin von mehreren Männern vergewaltigt und misshandelt werden. In der Anklage heißt es dazu wörtlich: „Um sie zu entehren und als Schlampe darzustellen.“
Gefesselt, verschleppt und erwürgt
Zu der Vergewaltigung ist es dann aber nicht gekommen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte Yasemin schließlich gefesselt, verschleppt und erwürgt hat. Tatort war ihre eigene Wohnung in Lünen-Gahmen. Die Anklage lautet auf Mord.
Die vier Männer aus Castrop-Rauxel und Dortmund, die den neuen Liebhaber von Yasemin verprügelt haben sollen, müssen sich ebenfalls seit Donnerstag vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Ihr Prozess findet jedoch nicht vor dem Schwurgericht, sondern vor einer Jugendkammer statt. Auch sie machten zum Prozessauftakt von ihrem Schweigerecht Gebrauch.



























