Barrierefreies Wohnen: Familie kämpft für menschliche Entscheidung
LÜNEN Eine schnelle Entscheidung, eine Entscheidung im Sinne der Menschlichkeit. Mehr wünschen sich Alexander und Manuela Fölger nicht für sich und ihre mehrfach behinderte Tochter Nele. Ein einfaches Ja zum Anbau, der ihr Leben um einiges einfacher machen würde.
Jeden Tag mindestens zweimal trägt Manuela Fölger ihre Tochter Nele die 16 steilen Stufen rauf und runter. (Foto Hirsch)
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Im Kinderzimmer steht ein spezielles Pflegebett für Nele. In dem nicht sehr großen Wohnzimmer ist dafür kein Platz. Nele liegt auf einer Decke auf dem Boden. „Dort habe ich sie auch von der Küche aus im Blick.“ Da Nele auch unter epileptischen Anfällen leidet, muss Manuela Fölger immer ein Auge auf sie haben. Im Wohnzimmer steht ein spezieller Rollstuhl für die Zehnjährige. Zum Waschen und Baden muss sie aber ins Bad getragen werden.
Barrierefreier Umbau
Lösung jetzt notwendig
Sie berichtet von Gesprächen mit der Stadt im letzten Jahr. Da hatte sie den Eindruck, es gäbe eine Lösung und „darauf haben wir uns verlassen.“ Und jetzt? Die Fölgers fühlen sich getäuscht. „Die Familie braucht keine Lösung in ein paar Jahren, sondern jetzt“, spielt Nachbar Peter Heisler auf den politischen Beschluss an, Gestaltungssatzungen grundsätzlich zu überdenken.
„Welche Rechte haben Behinderte“, fragt er. Mitleidsbekundungen allein helfen den Fölgers letztlich gar nicht weiter. Nur eine baldige Entscheidung im Sinne der Menschlichkeit.




























