Priester-Versetzung: Geistliche kritisieren Entscheidung des Bistums
LÜNEN Den 13. März sollten sich alle Katholiken südlich der Lippe rot im Kalender anstreichen. Denn dann wird ein Gesandter des Erzbistums Paderborn nach Lünen kommen, um rund 100 Pfarrgemeinderäte, Kichen- und Pastoralverbundsvorstände die Entscheidung zu erklären, vier Priester zu versetzen.
Vier Priester will das Bistum aus Lünen abziehen. (Foto:Goldstein)
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„Das Gespräch verlief in offener Atmosphäre“, erzählt Pfarrer Marc Stücker, der die Gemeinden Herz-Jesu, Herz Mariä und Heilige Familie (Pastoralverbund Süd-Ost) leitet. In der Sache wurden Stücker und seine Kollegen aber offenbar deutlich: „Wir haben dem Dechanten gesagt, dass nicht alles so gelaufen ist, wie es hätte laufen können oder sollen“, sagt Stücker.
Priester sehen Entscheidung kritisch
Der Pfarrer formuliert vorsichtig, seine Botschaft ist aber klar: Die Geistlichen sehen die Paderborner Entscheidung kritisch. Die Begründung des Bistums kann Stücker nur bedingt nachvollziehen. Zwei Argumente hatte Bistums-Sprecher Ägidius Engel vorgebracht.
„Das Argument, es gebe Streit, wenn einer Chef ist, trifft bei uns nicht zu“, sagt Stücker. „Pfarrer Bronstert und ich hätten keine Probleme gehabt, unter der Leitung des anderen zu arbeiten. Da hätte man zwei- oder dreimal hingucken müssen, bevor man so etwas sagt.“
"Pastor Dlugosch hätte bleiben können"
Auch das zweite Argument hinterfragt Stücker. Es stimme zwar, dass es manchen Gemeindemitgliedern schwer falle, zu verstehen, warum ihr Pfarrer nicht mehr in der gewohnten Zeit für sie da sei. Aber ob der komplette Austausch der Pfarrer notwendig gewesen wäre, sei fraglich. „Dass ich hier nicht für immer bleibe, damit konnte ich rechnen“, sagt Stücker, der für fünf Jahre ernannt wurde. „Aber Pastor Dlugosch hätte bleiben und ins Pfarrhaus nach Horstmar ziehen können“, schlägt er vor.
Dass das Bistum seine Entscheidung widerruft, hält Stücker nicht für realistisch. Bleibt der Termin am 13. März. „Für die Leute wäre es besser, wenn der Bischof oder ein höherraniger Vertreter aus dem Bistum nach Lünen käme“, findet Stücker. „Es ist die Frage, ob man damit nicht ein positives Signal setzen könnte.“



























