Auf Weltrekord-Kurs: Geron Löbbe bereist mit Solar-Mobil den Globus
LÜNEN Das Ziel lautet Weltrekord: Der Beckinghausener Geron Löbbe möchte mit Studenten der Hochschule Bochum erstmals in der Geschichte mit einem energetisch autark betriebenen Solar-Fahrzeug die Welt umrunden.
Geron Löbbe war mit dem Solar-Car in Australien und Neuseeland. (Foto: Ruhr-Uni Bochum)
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Geron Löbbe, er hat den Motor des Solarmobils maßgeblich entwickelt, hat Tagebucheinträge und beeindruckende Fotos mitgebracht. „Der eigentliche Spaß kam erst, als die Tour begann“, sagt Löbbe, der selbst am Steuer des Solarfahrzeuges gesessen hat.
Für den Konstrukteur, der an der Ortsgrenze zwischen Beckinghausen und Bergkamen wohnt, steht fest, dass mit solarbetriebenen Fahrzeugen ehrgeizige Ziele realisiert werden können: „Es sind keine Hirngespinste, es ist machbar.“
Auftakt in Australien
Nachdem Mitte Oktober 2011 die erste Etappe der Weltumrundung mit der Teilnahme an der diesjährigen World Solar Challenge in Australien begann, war das Fahrzeug knapp drei Wochen im Container unterwegs und ist am 23. November 2011 in Neuseeland angekommen.
Da Fahrzeuge ohne Emission in Neuseeland zulassungstechnisch nicht vorgesehen sind, musste die Gruppe sich einen fiktiven Ausstoßwert einfallen lassen, um die Registrierung erfolgreich abzuschließen. Nach 20 Kilometern schlugen die Herzen höher, als die Polizei den Konvoi anhielt. Die Reisegeschwindigkeit habe mit 50km/h den Verkehr zu sehr aufgehalten. So wurde die Reise, täglich im Durchschnitt 150 km auf der Landstraße, fortgesetzt.
Große Pannen gab es nicht. Nur eine kleine „Kinderkrankheit“ musste behoben werden, da das Fahrwerk, bedingt durch die Fahrt auf einer Schotterpiste, verschlissene Gelenke aufwies. Auf Campingplätzen und zwei Mal in der Natur wurde übernachtet. Die Gruppe verstand sich prächtig, war schon im Vorfeld zusammen geschweißt worden.
Großes Medien-Interesse
„Das Medien-Interesse war groß. Wir waren auch im National-Fernsehen“, erzählt Geron Löbbe und ergänzt: „Ich finde es in der heutigen Zeit schon wichtig, dass die Menschen davon Kenntnis bekommen, dass es Alternativen zu Benzinern und Elektroautos gibt.
Alltagstaugliche Sonnenautos für den Markt werden bereits für Serienproduktion entwickelt.“ Mit Freundlichkeit und Gastfreundschaft wurden die Teilnehmer der Weltumrundung in Neuseeland empfangen und freuten sich zudem über hilfsbereite Menschen, spontane Preisrabatte beim Campingplatz, kostenlose Unterkünfte.
Probleme wurden wie selbstverständlich aus dem Weg geschafft. Bei der Fahrt durch Christchurch sah die Gruppe die Auswirkungen des Erdbebens im letzten Jahr. Große Risse klafften in Häusern und Straßen. Einige Stadtbereiche waren ausgestorben.



























