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Medienhaus Lensing
10.02.2011 16:20 Uhr
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Leichenfund: Polizei veröffentlicht Foto der ermordeten Lünerin

LÜNEN/VENLO Die Polizei hat jetzt ein Foto der 32-jährigen Lünerin, die ermordet nahe Venlo aufgefunden wurde, veröffentlicht. Die Frau wurde zuletzt am Samstag, 29. Januar, gesehen. Ihre Leiche hatte ein Spaziergänger am Freitag an der Autobahn 67 in den Niederlanden entdeckt. Von Melanie Steur und Clemens Boisseree

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Die Leiche der jungen Lünerin wurde in den Niederlanden gefunden: Die Suche nach dem Täter wird in deutsch-niederländischer Zusammenarbeit vorangetrieben. (Foto: Jurgen Mols (Limburgs Dagblad))

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Wie die Polizei mitteilt, hatte die 32-Jährige am 29. Januar gegen 20.30 Uhr Bekannte in Lünen-Brambauer verlassen. Mit diesen hatte sie vereinbart, sich nach ihrer Rückkehr nach Hause bei den Bekannten telefonisch zu melden. Ein Kontakt entstand jedoch nicht mehr. Die Polizei sucht nun Zeugen, die die Frau am 29. Januar nach 20.30 Uhr noch gesehen haben.

Auch ein Foto des gesuchten Autos veröffentlichte die Polizei: Einen blauen Fiat Punto fuhr die Lünerin, deren Leiche am Freitag in der Nähe von Venlo entdeckt wurde. Die Polizei fahndet nach dem Wagen mit Unnaer Kennzeichen, Baujahr 1998, mit dem deutschen Kennzeichen UN - MQ 439. Die Polizei fragt: Wer hat in der Zeit vom 29. Januar bis zum 4. Feberuar den Fiat Punto gesehen? Hinweise bitte an den Kriminaldauerdienst der Polizei Dortmund unter Tel. (0231) 132 74 91.

Großes Thema in den niederländischen Medien

Die Zeitungen in den Niederlanden veröffentlichten nun ein Foto des gesuchten Modells. Der Mord an einer Lünerin hatte in den Niederlanden großes Echo gefunden. Der Leichenfund in der Nähe von Venlo war in den vergangenen Tagen Thema in fast allen großen niederländischen Tageszeitungen.

Lange war unklar, um wen es sich bei der toten Frau handelte. Die Medien in unserem Nachbarland verfolgten die Polizeiermittlungen genauestens. So wurden die Online-Auftritte der Zeitungen ständig aktualisiert, sobald neue Meldungen von der Polizei veröffentlicht wurden.  „Das Besondere an diesem Mordfall ist die Tatsache, dass die Polizei lange Zeit nicht wusste, wer das Opfer eigentlich ist“, erklärt Bart Ebisch, freier Journalist in den Niederlanden. Er hatte selbst über den Mord an der 32-Jährigen Lünerin berichtet.

Polizei startete Twitter-Aufruf

Die überregionalen Zeitungen De Telegraaf, De Gelderlander und Trouw sowie regionale Zeitungen wie De Twentsche Courant Tubantia und auch die lokale Tageszeitung vor Ort De Limburger Dagblad berichteten nur wenige Minuten nach der Veröffentlichung durch die Polizei, dass es sich bei der Frau um eine 32-jährige Lünerin handelt.
Die niederländischen Polizisten hatten einen Internetaufruf via Twitter gestartet, um mögliche Bekannte, Freunde oder Verwandte der Frau zu finden und damit ihre Identität festzustellen.

Wie sich herausstellte, lag die Lünerin wohl schon einige Tage im Gebüsch nahe des Autobahnkreuzes Zaarderheiken an der A 67 in Blerick, als sie ein Spaziergänger dort auffand. Zunächst wusste die Polizei nicht, um wen es sich bei der Leiche handelt. Jetzt steht fest, dass die Frau aus Lünen kommt. Das meldete die niederländische Tageszeitung De Limburger auf ihrer Homepage. Und am Nachmittag bestätigten das Polizei und Staatsanwaltschaft aus Dortmund.   

Obduktion ergab: Gewaltverbrechen

Wie die Polizei Limburg-Noord ( Venlo, NL), das Polizeipräsidium Dortmund und die Staatsanwaltschaft Dortmund am Mittwochnachmittag in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, habe die Obduktion am Wochenende ergeben, dass die Verstorbene Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Nachdem ein Bild der getöteten Frau am vergangenen Wochenende in den niederländischen Medien veröffentlicht worden war, konnte eine 32 Jahre alte Frau aus Lünen als Tatopfer identifiziert werden.

Sonderkommando untersuchte Parkplatz
 
Sie hat möglicherweise schon einige Tage am Fundort gelegen, bevor sie entdeckt wurde. Ein Sonderkommando der Polizei untersuchte am Mittwoch den Abfall der Mülleimer an den umliegenden Parkplätzen der A 67 bei Blerick. Die Polizisten sammelten den Müll ein, der nun gründlich untersucht wird. 

Vor diesem Hintergrund hat die Mordkommission des Polizeipräsidiums Dortmund gleichfalls die Ermittlungen aufgenommen. Polizeidienststellen und Staatsanwaltschaften in den Niederlanden und in Deutschland arbeiten grenzüberschreitend zusammen.



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