Schlechte Bodenwerte rund ums Kupferwerk
LÜNEN Das Institut für Umwelthygiene und Umweltmedizin hat bei den Bodenuntersuchungen rund ums Kupferwerk zwar Kupfer- und Zinkkonzentrationen gemessen, die deutlich über den Vorgaben des Bundesbodenschutzund Altlastenverordnung liegen. Eine Gefährdung für Leben und Gesundheit der Menschen sieht Prof. Dr. Ulrich Ewers aber nicht.
Das Kupferwerk in Lünen. (Foto Archiv)
Nutzungseinschränkungen und Bodensanierungsmaßnahmen seien aus umwelt-medizinisch-toxikologischer Sicht nicht erforderlich, so Ewers weiter. Kupfer wirke erst bei Aufnahme großer Mengen toxisch.
Fürs Ruhrgebiet typisch
Was die Gehalte an Arsen, Blei, Cadmium, Nickel und Quecksilber angehen, lägen die gemessenen Werte alle in einem Bereich, der für die Böden im Ruhrgebiet typisch sei. Überschreitungen der in der Bodenschutzverordnung festgelegten Prüfwerte seien nicht festgestellt worden.
Nächste Messung in fünf Jahren
Der zuständige Dezernent des Kreises Unna , Dr. Detlef Timpe, erklärte, dass aus amtsärztlicher Sicht keine Konsequenzen zu ziehen seien. Er kündigte an, das in fünf Jahren die Bodenuntersuchungen wiederholt würden und das Emissionsmessungen in Regie des Landes fortgeführt werden sollen.Der Kreis Unna hatte das Hygieneinstitut mit den Bodenuntersuchungen beauftragt, nachdem Messungen im Umfeld des Kupferwerkes und des Stadthafens hohe Werte für Arsen, Blei, Cadmium, Kupfer, Nickel und Zinn festgestellt worden waren.
Die Untersuchungsergebnisse sind im Internet auf der Seite des Kreises Unna veröffentlicht.



























