Mord in der Wohnung: Schwager erwürgte Yasemin aus Eifersucht
LÜNEN Der Mordfall Yasemin ist aufgeklärt: Die Polizei hat den Schwager der Frau aus Gahmen als Tatverdächtigten festgenommen. Der 33-Jährige soll die Frau in ihrer Wohnung in Lünen geschlagen und erwürgt haben.
Die 32-jährige Yasemin Tomak Iybar. Die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen. (Foto: Polizei)
Die 32-jährige Yasemin Tomak Iybar. Die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen. (Foto: Polizei)
Der Schwager soll auch im Verdacht stehen, einen Überfall auf den neuen Freund der Frau in Auftrag gegeben zu haben.
Die Staatsanwaltschaft informiert um 12.35 Uhr: Am Mittwoch wurde der Haftbefehl wegen Mordverdachts gegen einen 33 Jahre alten Mann aus Lünen vollstreckt. Bei dem 33-Jährigen handelt es sich um den Schwager der jungen Frau, mit dem sie eine Beziehung eingegangen war.
Die Beziehung hatte sie im Sommer 2010 beendet und sich einem anderen Mann zugewandt. Der Beschuldigte steht in Verdacht, am Abend des 29. Januar an ihrer Wohnadresse auf die Frau gewartet, auf sie eingeschlagen und sie erwürgt zu haben.
Am frühen Morgen des 31. Januar soll er sie mit zwei weiteren bislang unbekannten Männern im Kofferraum ihres Autos in die Niederlande verbracht und dort an der Autobahn abgelegt haben.
Als Motiv kommt Eifersucht in Betracht. Die Getötete und ihr neuer Partner sollen im Vorfeld der Tat vom Beschuldigten bedroht worden sein. Der Beschuldigte war wegen dieser Vorgeschichte und auch deshalb in Verdacht geraten, weil er sich im Zuge von Vernehmungen in Widersprüche verwickelt hatte.
Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel um 13.17 Uhr : Verdeckte Maßnahmen führten zum Ermittlungerfolg im Mordfall Yasemin. Wegen der Bedrohung seiner Ex-Freundin und deren neuen Partner war der nun festgenommene 33-Jährige ins Visier der Ermittler geraten. „Dann hat er sich in Widersprüche verwickelt“, so Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel.
Hinweise aus der Bevölkerung hätten nicht zur Aufklärung des Falls beigetragen.
Jetzt hofft Dr. Holznagel aber weiter auf Hilfe durch Zeugen.
Denn noch werden die beiden Männer gesucht, die mit dem Tatverdächtigen die Leiche des Opfers in die Niederlande gefahren haben. „Sie werden nicht verdächtigt, an der Tat selbst beteiligt zu sein, aber wegen Strafvereitelung gesucht“, erläutert die Oberstaatsanwältin.
Der Mordverdächtige ist am Dienstagabend dem Haftrichter vorgeführt worden, der Untersuchungshaft anordnete. Nach Rücksprache mit dem Anwalt des 33-Jährigen erklärte Dr. Holznagel: „Er schweigt weiterhin.“



























