Gespräch mit Dechant: Unterschriftenaktion gegen Priester-Versetzung
LÜNEN Die Entscheidung, vier katholische Priester aus Lünen abzuberufen, schlägt weiter hohe Wellen. Über den Protestbrief ans Erzbistum hinaus wird über weitere Aktionen nachgedacht. In der Gemeinde St. Barbara werden schon Unterschriften gesammelt.
Die Herz-Jesu-Kirche in der Innenstadt. (Foto: Goldstein)
Allzu große Hoffnungen auf Erfolg macht sie sich zwar nicht, doch es sei die Geste, die zählt. Das ändert nichts an der allgemeinen Ablehnung der Paderborner Entscheidung. Das zeigt auch unsere nichtrepräsentative Internet-Abstimmung.
Über 1500 Stimmen wurden abgegeben, die absolute Mehrheit hält die Versetzung für falsch:

Mit Spannung erwartetes Gespräch
Sie will aber zunächst ein Gespräch zwischen den betroffenen Pfarrern und Dechant Norbert Nacke abwarten, das nächste Woche in Dortmund geplant ist. Dieses Gespräch erwarten viele mit Spannung.
Auch Carl Schulz-Gahmen aus dem Kirchenvorstand von Herz-Jesu. „Danach werden wir schauen, wie wir weiter vorgehen“, sagt er mit Entschlossenheit in der Stimme. Denn mit der Entscheidung des Bistum wollen sich weder er noch Carla Krei anfreunden.
"Das ist tiefstes Mittelalter"
„,Selbstverständlich‘ hat der Weihbischof gesagt, doch wir wurden nicht einbezogen. Das ist tiefstes Mittelalter“, so die Gemeinderatsvorsitzende. Unmutsbekundungen kommen auch aus kleineren Gemeinden. Andreas Zaremba, Kirchenvorstandsmitglied in Herz-Jesu Beckinghausen: „Auch wir fragen kritisch, warum man bestehende Strukturen auseinander reißt.“



























