Lüner SV: Auf Rang sechs ist die Welt noch nicht in Ordnung
LÜNEN Anspruch und Realität klaffen beim Lüner SV auseinander. Für Trainer Christian Hampel verbietet sich der Blick auf die Tabelle - mit nur 15 Zählern aus elf Spielen leigt der LSV im grauen Bezirksliga-Mittelfeld. Fernab vom Wunsch nach Gipfelstürmertum.
Christian Hampel, Trainer des Lüner SV. (Foto: Günther Goldstein)
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"Wer's nicht sieht, glaubt's nicht"
„Wer unsere Spiele nicht gesehen hat, der glaubt uns nicht, dass wir eigentlich einen gepflegten Ball spielen", sagt Hampel. Beim Glauben geht es allerdings in erster Linie um die Vielzahl der Chancen, die der LSV großzügig ungenutzt verstreichen lässt.
Ein Paradebeispiel ist laut Hampe die knappe 0:1-Pleite bei Phönix Eving. "Das Spiel hätten wir mindestens 6:1 gewinnen müssen", sagt der LSV-Coach. Und das sei noch untertrieben. "Wir haben bisher fünf Spiele verloren, die wir alle nicht hätten verlieren dürfen.“
Galgenhumor zur Frustbewältigung
Fünf Minuten nach dem Abpfiff saßen Trainer und Mannschaft in der Kabine. Richtig ärgern konnte sich nach dem erneuten Pech im Abschluss niemand mehr - Galgenhumor füllte den Raum. „Wenn es nicht so frustrierend wäre, könnte man sich prima darüber amüsieren", sagt Hampel.
Er habe noch Samstag nach der Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes Torschüsse trainieren lassen. Ohne Erfolg. Das Problem nennt Hampel beim Namen: Es ist eine Mischung aus Pech und mangelnder Qualität bei der Chancenverwertung."
Kein Kapital
Spielereisch werde ordentlich gearbeitet. Die körperliche Verfassung seiner Elf stimme, betont, der LSV-Coach. Phönix sei nach einer Stunde ziemlich platt gewesen - trotzdem konnten Hampels Schützlinge aus der physischen Überlegenheit kein Kapital schlagen.

















