Sportlerporträt: Thomas Poppe - Die Stadtmeisterschaft zum Geburtstag
LÜNEN Thomas Poppe, Trainer der Bezirksliga-Fußballerinnen des TuS Niederaden, erlebte einen besonderen 50. Geburtstag. Denn sein Team schenkte ihm an seinem Ehrentag den Stadtmeistertitel. Ein Porträt.
Niederadens Spielführerin Gabriele Schwering und Trainer Thomas Poppe präsentieren stolz den Pokal. (Foto: Günther Goldstein)
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Am Samstag, bei der 1. Hallen-Stadtmeisterschaft der Frauen, feierte der Coach seinen runden Geburtstag. "So habe ich es mir vorgestellt, ich bin überglücklich", strahlte der Coach nach dem Abpfiff.
Begonnen hatte er seine Laufbahn, als seine Tochter Maike mit sieben Jahren mit dem Fußball begann. Sie spielte damals in der F-Jugend des BV Lünen 05 zusammen mit den Jungs. Auch diese Mannschaft führte Thomas Poppe zur Stadtmeisterschaft.
Inoffizieller Stadtmeister mit Beckinghausen
Später, als Maike älter wurde, entschied sich Poppe eine Mädchen-Mannschaft bei den Geistern zu gründen. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch Sabrina, die sich bis dahin nicht für den Sport interessierte, auf den Fußball aufmerksam. Ihr Vater erkannte schnell ihre Fähigkeiten auf der Linie, die sie bis heute unter Beweis stellt.
Zu dieser Zeit stieß auch Lena Poppe, Thomas' jüngste Tochter zur Elf. Damals gehörte noch Jaqueline Klasen, die mittlerweile in der Bundesliga spielt, zum Kader. Aber auch einige andere Spieler sammelten Erfahrung in höherklassigen Ligen. Beispielsweise spielten Lena Poppe und Janine Götze in Wattenscheid.
Wechsel kommt für Poppe nicht in Frage
Wegen Streitigkeiten wechselte die Mannschaft aber den Verein und schloss sich dem TuS Niederaden an. Als die Mannschaft noch im U17-Alter war, brach die damalige Frauen-Mannschaft der Blau-Weißen auseinander und Poppe übernahm mit seinen Mädchen den Senioren-Fußball. "Wir wussten, dass wir noch eine Menge lernen müssen, aber mir war eine ausbaufähige Mannschaft lieber, als gar keine", so Poppe. Es gelang ihm dabei auch einige Spielerinnen zurückzuholen und von dem neuen "Projekt Niederaden" zu überzeugen.
Mit jedem Jahr verbesserte sich das Team von der Kreisstraße. Dann brach auch noch das ambitionierte Team von Teutonia Lanstrop zusammen und einige Kickerinnen schlossen sich Niederaden an. Nun war aus der "ausbaufähigen" Mannschaft ein echter Titelkandidat geworden. Im Sommer folgte mit dem Aufstieg der erste Triumph. Rechtzeitig zum Geburtstag gab es den Stadtmeister-Titel. Nun wird es interessant sein, was Poppe zum 51. Geburtstag bekommt. Vielleicht ist er dann Landesliga-Trainer, denn seine Elf mischt auch in der neuen Klasse oben mit.
Ein Wechsel kommt für Poppe auf keinen Fall in Frage. "Nein, die TuS-Frauen sind einfach mein Hobby, wie für andere Männer ihre Modell-Eisenbahn." Und diesem wird er sicher noch einige Zeit nachgehen.

















