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"Lüdia" für "Jakobs Bruder"
Von Beate Rottgardt am 18. November 2007 18:07 Uhr
LÜNEN Ein wunderbarer Erstling ist Gewinner des Filmpreises der Stadt Lünen – die Lüdia 2007 ging soeben an Daniel Walta für „Jakobs Bruder“.

Schauspieler Waldemar Kobus (v.l.), Produzent Thomas Schmidt und Regisseur Daniel Walta, der für "Jakobs Bruder" mit der "Lüdia 2007" ausgezeichnet wurde.
Foto: Goldstein
Nach der umjubelten Uraufführung der Geschichte mit Klaus J. Behrendt und Christoph Maria Herbst in den Hauptrollen am Samstag gab es jetzt bei der Preisverleihung im Cineworld ebenfalls viel Applaus für Walta und sein Team. „Jakobs Bruder“ wird im Januar beim Festival „Berlin and beyond“ in San Francisco, beim Berlinale-Empfang des Kinofestes im Februar und beim Festival in der litauischen Partnerstadt Panevezys zu sehen sein.

"Rakete" für "Rennschwein"

Die „Rakete“ für den besten Kinderfilm verlieh das Publikum an „Rennschwein Rudi Rüssel 2“ von Regisseur Peter Timm. Bei den Kurzfilmen entschieden sich die Zuschauer für „15 Minuten Wahrheit“ von Nico Zingelmann („Erste Hilfe“) und „Auf der Strecke“ von Reto Caffi („Erster Gang“). Den erstmals gestifteten Preis für den besten Sportfilm vergab das Publikum an „Projekt Gold“ von Winfried Oelsner.

 

 Beste Filmmusik für "Blindflug"

Fachjurys waren ebenfalls beim Kinofest beschäftigt. Sie wählten als besten Titel (gestiftet von Berndt-Media) „Der Weiße mit dem Schwarzbrot“ von Jonas Grosch. Erstmals wählte eine Jury auch die beste Filmmusik (gestiftet von Jürgen und Andrea Skok). Hier gewann Thomas Mehlhorn für „Blindflug“. Bei der Premiere der prämierten Zukunftsfilme gewann Eicke Bettinga mit „TRUST. Wohltat“. Die Schülerjurys entschieden sich für „Wir sagen Du! Schatz“ und „Herr Bello“.

Interview mit Daniel Walta

„Es war ziemlich aufregend und spannend. Jetzt bin ich erleichtert“ – Regisseur Daniel Walta, der seine Ausbildung an der Werbe- und Medienakademie Marquardt in Dortmund absolvierte, freute sich über den Erfolg von „Jakobs Bruder“. Mit RN-Redakteurin Beate Rottgardt sprach er nach der Uraufführung im Kinofoyer.

Wie kamen Sie auf die Idee zu der Geschichte über zwei Brüder?

Walta: Genau weiß ich das gar nicht mehr. Aber ich wollte immer schon eine Geschichte über zwei Brüder machen, weil ich die spannenden Verhältnissen in Familien faszinierend finde, mal grotesk komisch, aber auch tragisch. Ich hab übrigens selbst zwei Geschwister.

„Jakobs Bruder“ ist ein sehr stimmiger, reifer Film. Aber Sie mussten ihn schnell fertig stellen...

Walta: Ja, wir hatten nur 21 Drehtage, haben innerhalb von Wochen geschnitten und in drei Wochen die komplette Tonbearbeitung gemacht. Das klappte alles nur, weil das Konzept gut war und wir sehr engagierte Leute hatten.

Wie kamen Sie zu den Hauptdarstellern Klaus J. Behrendt und Christoph Maria Herbst?

Walta: Denen hat das Buch sehr gut gefallen. Klaus und Christoph haben auch schon in meinem Diplomfilm mitgespielt, der der Kurzfilm von „Jakobs Bruder“ war. Als ich sagte, ich plane jetzt einen Langfilm, sagten sie, wir schreiben dir auf ein Stück Papier, dass wir wieder mitmachen.

Und wie kam Hannelore Elsner dazu?

Walta: Ich war Cutterassistent bei ihrer Fernsehserie „Die Kommissarin“ und als sie von dem Buch hörte, wollte sie mitmachen.

Wann kommt der Film ins Kino und woran arbeiten Sie jetzt?

Walta: Wir sind im Gespräch mit Verleihern. Und ich schreib an einem Drehbuch mit dem Titel „Club der Liebenden“.

 
 
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