Unruhige Silvesternacht: Minderjährige Jugendliche stecken brennenden Böller in einen Rolladenkasten
NEUENKIRCHEN Es sollte ein schöner und vor allem ruhiger Silvesterabend werden. Karin und Mathias Hagemann hatten ein Ehepaar aus der Nachbarschaft eingeladen, um den Abend gemeinsam zu verbringen und um Mitternacht auf das neue Jahr anzustoßen.
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Es hätte alles so schön sein können... Wären da nicht die sechs oder sieben Jungs gewesen, elf bis 15 Jahre alt. Die schon um 21.30 Uhr damit begannen, Böller in die Vorgärten und vor die Haustüren in der Platanenstraße zu werfen.
Höflich bat Mathias Hagemann die Jungen, die Böller doch etwas weiter auf freie Flächen zu werfen, wo sich keine Wohnhäuser befinden. Die höfliche Bitte nutzte wenig, denn die Knallerei ging munter weiter.
Noch einmal wurden die Jungen gebeten, keinen Kracher zu zünden, wo kleine Kinder leben. Karin und Mathias Hagemann haben selbst eine dreieinhalbjährige Tochter und einen elf Monate alten Sohn.
Darauf gab einer der Jungen nur zur Antwort: "Hallo, es ist heute Silvester." Ein Böller explodierte kurze Zeit später direkt an der Hausflurscheibe. Die Silvesterlaune war bei den Hagemanns zu dem Zeitpunkt schon sehr getrübt.
Böller in Rolladenkasten
Aber die Jugendlichen setzten noch einen oben drauf. Gegen ein Uhr, so die Familie Hagemann, steckten sie einen brennenden Böller in den Rolladenkasten.Das Ehepaar Hagemann vermutete das Schlimmste, denn sie wohnen in einem Holzständerhaus.
Sogleich wurde telefonisch die Feuerwehr alarmiert, die mit mehreren Fahrzeugen anrückte. Die Kinder wurden schnell aus dem Haus gebracht.
Das Schlimmste verhindert
Die Wehrmänner stellten fest, dass die Isolierung des Rolladenkasten verbrannt war. Nur durch das beherzte Eingreifen des Hauseigentümers mit dem Nachbarn wurde das Schlimmste verhindert.
"Der Böller wurde an der linken Seite in den Rolladenkasten gesteckt", erklärte Hagemann. Hätten sie den Böller rechts eingeworfen, wäre es wahrscheinlich zum Kurzschluss gekommen. Denn dort befindet sich der elektrische Antrieb für die Rollade.
"Dass uns der schöne Silvesterabend verdorben wurde, ist die eine Seite der Medaille" sagten Karin und Mathias Hagemann. Die Kehrseite dieser Medaille ist schlimmer, denn die minderjährigen Silvester-Rowdies hatten Böller, die nicht in ihre Hände gehören.
Sie dürfen nur an über 18-Jährige verkauft werden. Über diesen jugendlichen Leichtsinn, aber auch den der Eltern, die die Böller genehmigt haben, können die Hagemanns nur mit dem Kopf schütteln.
Anzeige erstattet
Sie haben Anzeige bei der Polizei erstattet. Sie machte auch Fotos von den Super D-Böllern, die garantiert nicht in die Hände von Minderjährigen gehören.
"Ich weiß nur eins: Ich werde mein Haus zu Silvester auf keinen Fall verlassen", betonte Karin Hagemann.














