Feuerwehr im Fitness-Studio: Unter Atemschutz in der heißen Sauna
NORDKIRCHEN Richtig ins Schwitzen sind die Kameraden des Löschzugs Capelle bei ihrem letzten "Einsatz" gekommen. Doch kein Feuer forderte die Aufmerksamkeit der Blauröcke, sondern ein knallharter Fitnesstest.
Josef Schröer und Michael Wittkamp auf dem Stepper. (Foto: Antje Pflips)
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Fotostrecke Der Fitnesstest des Löschzug Capelle
An den Geräten sollen die Männer ihre Belastbarkeit beweisen, in voller Montur und mit Atemschutzgeräten samt Flasche. Den Trainingsplan hat Physiotherapeutin Verena Tölke erstellt.
„Ich habe die Übungen den Einsatzbedingungen nachempfunden“, erklärt sie. Besonders die Belastung der Arme und Beine ist gefordert. Zusammen mit Sporttherapeut Henner Homeyer begleitet sie den Übungsabend, der während der normalen Öffnungszeiten stattfindet.
Sportler staunen
Deshalb staunen auch einige Fitnesssportler nicht schlecht, als sie die Feuerwehr „anrücken“ sehen. „Finde ich gut, dass die das machen,“ meinen alle und setzen ihre Übungen weiter fort.
An sechs Geräten müssen sich die Feuerwehrmänner beweisen. Die Sauna bildet den „krönenden Abschluss“. Hier ist es mit 90 Grad richtig warm. „Fünf Minuten müssen die Männer das aushalten“, sagt Friedel Müller. Er macht es sich zur Zeitabnahme auf der Bäderliege bequem und hat gut Lachen.
Alarmsignal
Endlich sind die ersten beiden Männer mit ihrem Test fertig. Eine Flasche „meldete auch mit hohem Ton, dass sie leer ist. „Für einen Einsatz von 30 Minuten ist Sauerstoff vorhanden, denn ertönt zur Alarmierung dieses schrille Signal“, sagt Müller.
In der Umkleide legen Thomas Brinkert und Burkhard Schemkämper erleichtert die Geräte und die dicken Jacken ab. Dann wird wieder der Puls gemessen. Bei Brinkert, der das dritte Mal dabei ist, steigt er von einem Anfangswert von 76 auf 117.
Die anstrengendste Übung für ihn ist das Stufen auf und ab mit Gewichten. „Ich finde die Kniebeugen am schwierigsten“, meint Schemkämper. Den Crosstrainer mit 60 Watt absolvieren beide ohne Schwierigkeiten.
Test alle drei Jahre
Für Jörg Höring vom Löschzug Capelle ist dieser Belastungstest eine ideale Möglichkeit, die eigene Fitness festzustellen. Gleichzeitig sporne der Vergleichskampf mit den Kollegen an.
„Eine Gesundheitsprüfung findet für Mitglieder unter 50 Jahren alle drei Jahre statt, Kollegen über 50 Jahre müssen jedes Jahr überprüft werden“, erklärt Höring. Die Capeller Feuerwehrmitglieder zeigen in den Übungen und anschließend mit ihren Werten, dass sie den Anforderungen gewachsen sind.





























