Grundschule Südkirchen: Ganz besonderer letzter Schultag für Hans-Theo Baur
SÜDKIRCHEN Seinen letzten Schultag wird Hans-Theo Baur bestimmt nicht vergessen. Holten ihn seine Schüler doch am Freitag mit einer Rikscha ab und kutschierten ihn zur Schule - dort wartete eine weitere Überraschung.
Mit der Fahrradrikscha wurde Hans-Theo Baur von Hausmeister Michael Büscher in die Schule gefahren. (Foto: Antje Pflips)
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Dabei hatten sie sich für ihn etwas Besonderes ausgedacht. Er wurde mit einer Fahrradrikscha von zu Hause abgeholt. Begleitet von allen Schülern und Lehrerinnen, ausgestattet mit Fackeln und einem „Ghettoblaster“.
Fotostrecke Verabschiedung von Hans-Theo Baur
Das Geheimnis blieb gut gewahrt. Denn Theo Baur ahnte von allem nichts und war um so mehr überrascht, als er die Kinder vor seinem Haus sah. Nur seine Frau war eingeweiht. In der Schule nahm verteilte Theo Baur Süßigkeiten in den Klassen.
Doch es waren noch weitere Überraschungen geplant. In der Turnhalle hatten sich mittlerweile auch Eltern, Bürgermeister Dietmar Bergmann, Freunde und Bürger eingefunden. Hier startete das „Sportfest für Hans-Theo Baur“.
In ihren Liedern, Tänzen, mit Akrobatik und Jonglage erinnerten die Kinder an die vielen Sportfeste und Aktionen, bei denen Theo Baur mitwirkte oder die er organisierte. Das Kollegium nahm Baurs Wander-Leidenschaft aufs Korn und hatte das bekannte Lied umgetextet: „Das Wandern ist des Theos Lust“.
37 Jahre Amtszeit
Als Grundschullehrer unterrichtete Baur alle Fächer, am liebsten Sport. Auch als Geschichtenerzähler war er sehr beliebt. Nach 37 Jahren Amtszeit hat Baur nun auch schon die Kinder seiner ehemaligen Schüler unterrichtet. Drei Hausmeister hat er in dieser Zeit erlebt und drei Schulleiter „weggelobt“. Mehrere Male war er selbst kommissarischer Schulleiter.
„Es wird uns schwer fallen, dass er nun nicht mehr da ist, aber wir müssen lernen, ohne ihn auszukommen“, bedauerten alle Kollegen. Doch Baur gab ihnen Hoffnung. Er werde gerne weiter bei Sportfesten oder der Müllaktion helfen. Seinen Ruhestand sieht Baur gelassen. „Ich habe keine Angst vor Langeweile.“





























