Zehntklässler diskutieren Antisemitismus in der Wolfhelmschule
OLFEN Was ist eigentlich Antisemitismus? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Schüler dreier 10. Klassen an der Wolfhelmschule in der vergangenen Woche.
Paul, Titus, Florian und Sophia lernen an Bild-, Film- und Geschichtsbeispielen die Entwicklung von Rassismus kennen, und wie man heute dagegen handelt. (Foto: Stefanie Brüning)
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Projekttage ohne Lehrer
In lockerer Runde ohne Lehrer und Benotung konnten sich die Schüler auf das Thema einlassen. Sie erfuhren, wie schon im Mittelalter, etwa bei der Pest-Epidemie, Juden verantwortlich gemacht wurden, weil diese sich seltener infizierten, was unter anderem an ihren religiösen Vorschriften zur Lebensmittellagerung und an besseren Hygienezuständen lag, wie Hans-Peter Gerlich ihnen erklärte.
„Wir versuchen, das „Handwerkszeug zu geben, die Welt zu verstehen, damit man nicht auf einfache Antworten hereinfällt“, erklärte Gunnar Meyer, der die Projekttage zusammen mit Hans-Peter Gerlich vom Verein Bildungsteam Berlin-Brandenburg leitet. Denn „Nichtwissen ist ein Teil von Vorurteilen“, betonte er.
Bereitschaft zu handeln
Doch solle nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die Bereitschaft gefördert werden, auch zu handeln statt tatenlos zuzusehen. So wurde den Schülern auch der Film „Ein deutscher Jude gibt auf“ aus der Serie „Kontraste“ gezeigt, bei dem ein jüdischer Ladenbesitzer diskriminiert und angegriffen wird, bis er resigniert beschließt, nach Israel zu ziehen. Dies geschah erst vor sechs Jahren, so soll den Schülern gezeigt werden, dass Antisemitismus und Rassismus auch heute noch ein aktuelles Thema ist.
Schüler loben die Aktion
Dabei engagierte Fachbereichsleiter und SV-Lehrer für die „Schule ohne Rassismus“, Bert Baesgen, den Verein Bildungsteam Berlin-Brandenburg, der zwei Referenten schickte. Die Schüler fanden die Aktion gut. Antisemitismus kenne er sonst nur aus dem Fernsehen, erklärte Felix.
Auch Jonas fand das Projekt interessant, schließlich sei es wichtig „dass man merkt, dass es auch heute noch Leute gibt, die diese Religion schlecht machen.“ Damit das verhindert wird, soll den Schülern auch im Unterricht weiterhin mit Wissen gegen Vorurteile gearbeitet werden, erklärte Baesgen.



















![Mobiler Reporter Nico Drimecker / Verlag /
[Foto: Dieter Menne, RN
Datum: 09.08.2011] Mobiler Reporter Nico Drimecker / Verlag /
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Datum: 09.08.2011]](/storage/scl/mdhl/artikelbilder/lokales/rn/lulo/luenen/2642501_t1m3w90h60q75v52646_Reporter_Nico_589.jpg)









