Handball: HTV im Tretboot
Recklinghausen HTV-Coach Andreas Gutzeit hat auch vor dem vermutlich aussichtslosesten Spiel der Saison seinen Humor nicht verloren: „Ich gehe mal davon aus, dass wir die 25-Tore-Differenz aus dem Hinspiel locker wett machen, um im direkten Vergleich vorne zu liegen.“
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Mit vollen Backen: Slaven Lukic (l.) wird auch heute gegen Hattingen gefordert sein. Foto: Wiethaup
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Das wäre allerdings ungefähr so wahrscheinlich wie eine Atlantiküberquerung im Tretboot. Theoretisch ist das sehr wohl möglich, doch praktisch würde mal wohl absaufen. Übersetzt bedeutet dies: Theoretisch kann der HTV 95/28 heute Abend sehr wohl (auch mit 25 Toren Vorsprung) gewinnen, doch praktisch steht auf der anderen Seite der TuS Hattingen, der das Hinspiel doch auf recht eindrucksvolle Weise mit 45:20 (!) für sich entscheiden konnte.
Und Hattingen stellt nun einmal die absolute Überfliegermannschaft der Landesliga, die sich bislang nur einen einzigen Lapsus erlaubt hat: Wie jedoch ausgerechnet beim TuS Ickern eine 27:34-Niederlage zustande gekommen ist, bleibt bis heute ein ungeklärtes Rätsel.
In der Tat hält auch der eigentlich sehr geerdete Andreas Gutzeit große Stücke auf den Klassenprimus: „Die spielen schon einen guten Ball. Und vor allem auch im Tempogegenstoß sind sie überragend, weil sie einfach gedankenschneller agieren und viel früher loslaufen.“
Doch allein damit sei die fürchterliche Hinspielschlappe nicht zu erklären: „Da haben wir einfach herumdilettiert und viel zu viele individuelle Fehlen im ganz großen Stil gemacht.“ Und das nutzt ein Team wie Hattingen natürlich mit fieser Gnadenlosigkeit aus.
Das alles soll sich selbstverständlich nicht wiederholen, zumal sich der HTV als Neuling in der Landesliga längst emanzipiert hat. Auch unlängst beim HC Westfalia Herne (36:39) war definitiv mehr drin, und für den heutigen Abend hat Coach Gutzeit seine Mannschaft deshalb angewiesen, „mehr als nur puren Geleitschutz zu bieten: Wir wollen mit allem, was wir haben, dagegen zu halten. Allerdings müssen wir uns vornehmlich im Abwehrbereich erheblich steigern.“
Es gibt heute sicherlich nicht viele Argumente für einen HTV-Erfolg, doch immerhin kann das Gutzeit-Team auf eine zweifelsfrei vorhandene Heimstärke bauen, die sich zuletzt in vier Siegen in Serie ausdrückte. Leider muss Mantas Kasperavicius aus Verletzungsgründen passen.
Und Hattingen stellt nun einmal die absolute Überfliegermannschaft der Landesliga, die sich bislang nur einen einzigen Lapsus erlaubt hat: Wie jedoch ausgerechnet beim TuS Ickern eine 27:34-Niederlage zustande gekommen ist, bleibt bis heute ein ungeklärtes Rätsel.
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