Deutsche Meisterschaft Dreisprung: Franziska Kock will diesmal ins Finale
RHEINE Seit gut neun Monaten ist Franziska Kock erst Dreispringerin. In Sachen Deutsche Meisterschaft ist die Athletin des TV Jahn Rheine jedoch schon recht erfahren. Zum zweiten Mal nimmt sie an den nationalen Titelkämpfen teil. In sieben Tagen springt sie im baden-württembergischen Sindelfingen um den Deutschen Hallentitel der A-Juniorinnen.
Im letzten Jahr bei der Freiluft-DM in Jena verpasste Franziska Kock mit 11,68 Metern als Neunte knapp das Dreisprung-Finale. In Sindelfingen will die Jahn-Athletin am nächsten Samstag unter die besten Acht kommen. (Foto: Görlitz)
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„Im Moment geht es noch mit der Nervosität. Ich denke, wenn wir anreisen, wird sie stärker“, berichtet Kock aus ihrer Gefühlswelt. Im vergangenen Jahr bei der B-Jugend-Freiluft-Meisterschaft in Jena spielten die Nerven noch nicht mit. Kock schied unglücklich im Vorkampf als Neunte aus. „Ich war damals zu angespannt. Diesmal werde ich es lockerer angehen“, kündigt die Nachwuchsathletin an.
Die Qualifikation für den Wettkampf in Sindelfingen entwickelte sich allerdings zu einer kleinen Zitterpartie. Immer wieder sprang Kock bei Qualifikationswettkämpfen nur knapp an der Norm vorbei. Mal fehlten sieben Zentimeter, dann waren es zwei.
Norm hoch angesetzt
Mit 11,85 Metern war die Norm für die Wettkämpfe in der Nähe Stuttgarts vom Deutschen Leichtathletik Verband sehr hoch angesetzt worden. Letztlich übersprang die Steinfurterin aber die geforderte Marke. In Bielefeld bei den westfälischen Meisterschaften landete sie gar bei 12,14 m, wurde Westfälische Meisterin, schaffte die Norm und stellte sogar eine neue persönliche Bestleistung auf.
„Fransiska hatte auch vorher schon gute Sprünge gezeigt“, erinnert sich Trainer Martin Lange. Mal waren sie jedoch knapp üngültig, mal war die Bahn so langsam, dass weite Sätze unmöglich waren.
Von der Anlage in Sindelfingen sind keine Nachteile bekannt. Die elf U 20-Athletinnen im Dreisprung-Feld haben also gute Vorraussetzungen. Franziska Kock hat sich für den kommenden Samstag vorgenommen, auf jeden Fall in den Endkampf der besten Acht zu gelangen.
Endkampf ist möglich
Den Saison-Bestleistungen nach sollte das möglich sein. Kock ist mit ihren 12,14 m fünftbeste Springerin. Klare Favoritin ist jedoch Hanna Keppler. Sie sprang bereits 12,82 m und liegt damit deutlich vorn.
„Wenn wir unter die besten Sechs kämen, fände ich das schon super“, erklärt Lange. Er geht davon aus, dass ein Sprung an die Zwölf-Meter-Marke dafür schon reichen könnte.
Gesund ist die Jahn-Springerin auf jeden Fall. Die Verletzung im rechten Sprungfuß, die sie im letzten Jahr im Training zurückwarf, ist ausgeheilt. Leichte Schwächen im letzten Sprungdrittel wurden per Video-Analyse ebenfalls behoben, sodass Kock gut vorbereitet in den Wettkampf geht.














