Fußball: Michael Kortevoß sieht den FCE auf einem guten Weg
RHEINE Die Planungen für die kommende Saison laufen auf Hochtouren. Die Trainerteams, mit denen der FC Eintracht Rheine in die kommende Spielzeit geht, stehen, die Kader füllen sich und die Mannschaft um die Mannschaft steht auch bereit. Mit dem FCE-Vorsitzenden Michael Kortevoß sprachen wir über die Lage beim Fußball-Aushängeschild der Stadt.
Der FCE-Vorsitzende Michael Kortevoß sieht seinen Klub auf einem guten Weg. Er ist optimistisch. (Foto: Thomas Strack)
- MZ-Fußball-Liveticker FCE Rheine gegen SpVgg Vreden
- SV Mesum Mesum reist zum Derby nach Borghorst
- FC Eintracht Rheine II / SV Grün-Weiß Rheine Grün-Weiß will den FCE II ärgern
- SC Altenrheine Pfingstturnier des SC Altenrheine geht in die 20. Auflage
- FC Eintracht Rheine FCE-Mitglieder stimmen revolutionärem Sparetat zu
Herr Kortevoß, wie zufrieden sind Sie mit dem Stand der Vorbereitungen? Blicken Sie mit einem positiven Gefühl in die Zukunft?
Michael Kortevoß: Definitiv. Markus Wersching macht als Sportlicher Leiter schon einen guten Job. Ich finde es gut, dass Stammspieler bleiben, und dass auch A-Junioren sich für den FCE entschieden haben. Das bietet eine Perspektive. Man hat ja beim BVB gesehen, was daraus entstehen kann, wenn man auf die Jugend setzt. Dortmund war vor vielen Jahren auch fast am Ende und steht jetzt blendend da.
Ist der Verein auf einem guten Weg? Gesundet er?
Michael Kortevoß: Ja. Wir mussten den Etat kürzen und müssen nun weitere Einnahmen generieren. Wir wollen ja nicht enden wie Eintracht Nordhorn oder Kickers Emden.
Wurmt es Sie denn ein wenig, dass in dieser Winterpause, keine teuren Spieler aus der ersten Mannschaft gegangen sind? Sie haben ja während der Jahreshauptversammlung indirekt darum gebeten.
Michael Kortevoß: Ach, was heißt wurmen? Nein. Schließlich hatten ja alle Spieler Verträge. Und wir haben gesagt, dass der FCE seine Verträge erfüllen wird. Wenn Spieler Anfragen gehabt hätten, dann hätten wir sicher keine Steine in den Weg gelegt.
Bereuen Sie die Aussagen, die die Vereinsführung damals getätigt hat denn? Sie haben den Spielern dort ja praktisch die Türe aufgehalten. Das irritierte einige doch sehr.
Michael Kortevoß: Grundsätzlich bereue ich die Aussagen nicht. Wenn ich jetzt nochmal vor dieser Situation stünde, würde ich wohl einen anderen Weg wählen. Ich würde erst das Gespräch mit Trainer und Mannschaft suchen.
Während die erste Mannschaft jetzt fast komplett bleibt, geht ein Großteil der Reserve. Haben Sie dafür Verständnis?
Michael Kortevoß: Ich möchte mich zu dieser Sache eigentlich nicht groß äußern. Ich denke nur, dass sie von Norbert Tillar und Maik ter Beek etwas anders hätte gelöst werden können.
Markus Wersching leistet als Sportlicher Leiter ja schon ganze Arbeit. Einige neue Spieler haben schon zugesagt. Liegt der FCE noch voll im Sparplan?
Michael Kortevoß: Absolut.
Um wieviel wird denn der Etat in der kommenden Saison ungefähr entlastet?
Michael Kortevoß: Das kann ich nicht genau sagen. Die Zahlen kennt unser Finanzvorstand Dr. Manfred Laumann. Fest steht aber, dass der Etat entlastet wird.
Blicken wir in die Zukunft. Seit anderthalb Jahren sind Sie Vorsitzender des FCE. In diesem Jahr steht wieder die Wahl an. Treten Sie nochmal an?
Michael Kortevoß: Die Frage hatte ich erwartet. Ich weiß ja gar nicht, ob der Verein mich wählen will, oder vielleicht einen anderen Kandidaten aufstellt. Im Prinzip ist ein Michael Kortevoß aber eine Person, die Sachen, die sie anpackt, nicht liegenlässt. Ob ich antrete hängt aber auch von anderen Faktoren ab. Die Nebenleute müssen ja auch die Richtigen sein.
Nehmen wir an, die Nebenleute würden bleiben, träten Sie an?
Michael Kortevoß: Ja. Allerdings müssten noch Leute hinzukommen, die den Vorstand entlasten.
Blicken wir noch weiter in die Zukunft. Wo sehen Sie den FCE in fünf Jahren – sportlich und finanziell?
Michael Kortevoß: Ich hoffe – und wir werden alles dafür tun –, dass der FCE finanziell gut dasteht. Sportlich wäre es natürlich schön, wenn wir nicht mehr in der Westfalenliga spielen würden, sondern etwas höher.














