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Medienhaus Lensing
15.09.2011 17:12 Uhr
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Laumann zu Gast: CDA diskutierte über wertvolle Arbeit und andere Kosten

Zeitarbeit, Leiharbeit, Niedriglohn, Mindestlöhne: Jeder, der arbeitet, muss auch von seiner Arbeit leben können. Zu einer Podiumsdiskussion über diese Themen mit dem Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Karl-Josef Laumann hatte die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) am Mittwochabend in die Gaststätte Ruhmöller eingeladen.

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Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) lud zur Podiumsdiskussion ein. Mit dabei war der Vorsitzende der CDU-Landtagsfragktion Karl-Josef Laumann. (lü)

„Der Arbeitsmarkt ermöglicht für viele von uns gute Perspektiven“, meinte Karl-Heinz Hagedorn der Vorsitzende des CDA-Kreisverbandes Steinfurt, „aber wir dürfen die Augen nicht verschließen, dass es Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt gibt, die uns als Christdemokraten nicht gleichgültig sein dürfen“.

Jede zweite Stelle befristet

Eine stabile Beschäftigung sei Basis für eine positive Lebensperspektive, meinte Karl-Josef Laumann. „Wir haben einen Niedriglohnbereich wie nie zuvor“. Dazu komme die Zeitarbeit. „Jede zweite Einstellung ist heute befristet“, sagte Laumann weiter, „mir kann keiner sagen, dass die Notwendigkeit besteht, dass jede zweite Stelle befristet sein muss“.

Außerdem würden Zeitarbeiter etwa 30 Prozent weniger verdienen. „Das Zeitarbeitsgesetz muss geändert werden, damit es hier mehr Lohn gibt, auch muss die Flexibilität der Arbeitnehmer belohnt werden“.

Werner Stegemann von der Wirtschaftsvereinigung Steinfurt bedauerte, dass selbst Ingenieure und Facharbeiter von befristeten Zeit- und Leiharbeitsverträgen betroffenen seien, glaubte jedoch, dass sich dieses Problem bei dem derzeitigen Facharbeitermangel von selbst lösen werde.

„Das Handwerk ist auf Facharbeiter angewiesen“, bestätigte auch Paul Osterbrink von der Kreishandwerkerschaft. Die Bereiche seien jedoch durch Tarifverträge geregelt, die laut Laumann heute unverzichtbar seien. Dennoch arbeiteten im Jahr 2010 in Westdeutschland 20 Prozent aller Beschäftigten in Betrieben, die nicht an Tarif-gebunden waren, in Ostdeutschland sogar 80 Prozent.

Zukunftsperspektiven

Der Mindestlohn war auch ein Punkt bei den Ausführungen von Heinz Rittermeier, DGB-Region Münsterland. Über einen Mindestlohn von 8,50 Euro wurde in der Gewerkschaft lange gerungen. „Ich sehe den Menschen im Mittelpunkt. Der Mensch muss von seiner Leistung und Arbeit leben können“. Sorgen bereiten ihm die Jugendlichen. „Sie müssen eine Zukunftsperspektive haben“.

Die CDA formierte einen Antrag unter dem Thema „Weil Arbeit wertvoll ist“, der am Mittwoch, 5. Oktober, auf dem CDU-Kreisparteitag vorgelegt und die stabile Beschäftigung für alle gefordert wird. Im Jahr 2010 arbeiteten in Westdeutschland noch 20 Prozent aller Beschäftigten in Betrieben, die nicht an Tariforientierungen gebunden waren, in Ostdeutschland sind 80 Prozent der Betriebe nicht tarifgebunden.


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