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Medienhaus Lensing
09.02.2012 17:47 Uhr
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Schöffengericht: Mutter verkaufte Drogen, um Geld zu verdienen

SAERBECK Wegen des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln hat das Schöffengericht in Rheine gestern eine 32-jährige Mutter aus Emsdetten einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss sie 100 Sozialstunden leisten.Von Eva Boolke

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 (Foto: dpa)

Die Angeklagte gab zu, von Juli bis September 2010 in Saerbeck mehrere Male Marihuana und Amphetamine bei einem Dealer gekauft und an Bekannte weiterverkauft zu haben. Es waren Marihuana-Mengen zwischen 30 und 200 Gramm sowie Amphetamine zwischen 20 und 50 Gramm, die einen Gesamtwert von mindestens 1800 Euro hatten. Die 32-Jährige war erwischt worden, weil die Polizei das Telefon ihres Dealers überwacht hatte. Der Dealer sitzt mittlerweile in Haft.

"Mir passiert schon nichts"
 
Die Angeklagte, die bisher nichts mit Drogen zu tun hatte, kennt ihn, so erklärte sie vor Gericht, schon aus Kindertagen. „Ich wusste, dass man bei ihm Drogen kriegen kann.“ Zur Tatzeit habe sie kein Einkommen gehabt. Sie habe ihren Bekannten einen Gefallen tun und auch Geld verdienen wollen. Selber habe sie keine Drogen genommen. Auf die Frage des Richters, ob sie denn nicht wusste, wie hart gewerbsmäßiges Handeln mit Drogen bestraft wird, antwortete sie: „Ich habe gedacht: Mir passiert schon nichts.“ Bestellt habe sie immer telefonisch: „Peter“ und „Günni“ – Amphetamine und Marihuana.

 
In seinem Plädoyer warnte der Staatsanwalt die Angeklagte noch einmal eindringlich: „Lassen Sie die Finger davon. Man möchte sich Sie nicht in der JVA Bielefeld-Brackwede vorstellen.“ Es besteht Hoffnung, dass die Warnung wirkt. Der Angeklagten machte das Verfahren offensichtlich sehr zu schaffen. 



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