Fahrverbot für Motorräder: 500 Biker demonstrierten gegen die Sperrung des Schälk
SCHWERTE „Ohne Fahrverbot keine Organspenden mehr.“ Sarkasmus pur hatte Herbert Höckel auf sein Transparent geschrieben, das er über die Köpfe der demonstrierenden Biker auf der Letmather Straße reckte. Diese demonstrierten am Sonntag am Schälk gegen das Wochenend- und Feiertag-Fahrverbot für Motorräder. Zu Fuß.
Zur Kundgebung versammelten sich die Motorradfahrer in der Applauskurve. (Foto: Reinhard Schmitz)
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„Wir sind der Meinung, dass die Sperrung völlig überzogen ist“, rief er unter aufbrausendem Applaus durchs Megafon. Nicht wegen der Unfallzahlen sei die Strecke gesperrt worden. In erster Linie sollten vielmehr die Ohren der Anwohner geschont werden.
Lärm wird nur verlagert
„Wir werden ausgesperrt, weil zehn Familien gegen Lärm klagen“, schimpfte auch Höckel. Das sei „Flugbahn-Mentalität“, weil das Problem nur verlagert werde. Denn als Ausweichstrecke benutzen die Motorradfahrer jetzt den Bürenbrucher Weg mit seinem Wohngebiet.
Mit einer Petition an den Landtag (wir berichteten) will Wilczynski deshalb die Wieder-Eröffnung der Schälks erreichen. Um die Forderung mit ihrer Unterschrift zu unterstützen, standen die Biker Schlange am Klapptischchen von Kathrin Glingener. Gut 300 neue Namen sammelte sie im Handumdrehen auf ihren Listen.
„Fahrt beispielshaft und bringt andere zur Räson“, rief Pastor Michael Bülow, bekannt als BikeMike, den Demonstranten zu. Selbst durch einen Motorradunfall gekennzeichnet, wünschte er: „Bleibt auf dem Weg, nicht auf der Strecke.“


























