Nach Winnenden: Anti-Amok-Konzept für alle Schulen fehlt immer noch
SCHWERTE Teilweise wurden Lautsprecheranlagen eingebaut. Doch ein Gesamtkonzept gegen Amoktaten an den Schwerter Schulen fehlt ein Jahr nach dem Drama von Winnenden immer noch.
Stellvertretender Direktor Matthias Walter. (Foto: Archiv)
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Der Tenor: Die für die jeweiligen Unterrichtsgebäude zuständigen Bauingenieure würden ein Gesamtkonzept für alle Schulen erarbeiten, um Synergieeffekte durch gemeinsamen Einkauf und Einbau zu nutzen. Maßnahmen folgten bis heute aber nicht.
Tür nicht verriegelbar
Beispielsweise muss die Gesamtschule immer noch mit Türen leben, die sich nicht von innen verriegeln lassen, damit sich die Schüler im Notfall verbarrikadieren könnten. Kein Einzelfall. Denn auch das Ruhrtal-Gymnasium hätte Verbesserungen an den Eingängen der Unterrichtszimmer dringend nötig.
Amokplan in jeder Klasse
Zu klären ist aber auch ein ganzen Bündel weiterer Fragen. „Wir wird Alarm ausgelöst?“ nennt Kruzinski-Irle ein Beispiel: „Oder was wird da durchgesagt?“
Intern hat die Gesamtschule ihre Hausaufgaben gemacht – gemeinsam mit Lehrern, Eltern und Schulpflegschaft. „In jeder Klasse hängt ein Amokplan“, berichtet Kruzinski-Irle. Die Lehrer wissen, was zu tun ist. Jetzt geht es einen Schritt weiter.
Ganztätgigen Lehrerfortbildung
Die Frage: „Wie wird man Amoktäter?“ soll Dr. Frank Roberts, Leiter des Berliner Instituts für Gewaltprävention, bei einer ganztätgigen Lehrerfortbildung am 22. Juni beantworten. Ansprechen wird er dabei auch die zunehmenden Kränkungen durch „Cyber-Mobbing“ im Internet.
Auf Amok-Übungen, ähnlich wie die Feuer-Alarme, verzichtet Kruzinski-Irle dagegen bewusst: „Das löst Ängste bei den Schülern aus.“ Auch sein Kollege Walter hält wenig davon: „Wir wollen doch nicht bekannt machen, was wir uns ausgedacht haben.




























