Schwerter Bahnhof: Bahn macht nicht mobil - Demonstration gegen mangelnde Barrierefreiheit
SCHWERTE Behindertengerechte Fahrkartenautomaten in der Eingangshalle – und davor fünf Stufen. Gegen die mangelnde Barrierefreiheit des Bahnhofs demonstrierten am Donnerstag Rollstuhlfahrer und Mitstreiter. Eingeladen hatte am Welttag für Menschen mit Behinderungen der Arbeitskreis „dabei“.
Demonstrierten für Barrierefreiheit am Bahnhof: der Arbeitskreis "dabei" und andere Gruppierungen. (Foto: Nicole Giese)
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„Wir können diesen Bahnhof nicht benutzen“, betonte der Sprecher der Gruppe, Thorsten Eisenmenger. Auch die Gleise sind nur über lange Treppen zu erreichen.
Der barrierefreie Umbau des Bahnhofs mit Aufzügen und Rampen ist zwar um ein Jahr vorgezogen worden, jedoch erst für 2013 geplant. „Ich habe als Schwerbehinderter eine kostenfreie Monatskarte – die ich nicht nutzen kann“, ärgert sich Peter Franzl. Statt auf Bus und Bahn muss er in den meisten Fällen auf sein Auto zurückgreifen.
Barrieren nicht nur für Behinderte
Doch unter der mangelnden Barrierefreiheit am Bahnhof leiden nicht nur die Rollstuhlfahrer. Auch für Mütter mit Kinderwagen, Senioren mit Rollator oder auch ältere Reisende mit schwerem Gepäck sei es oft nur sehr schwer möglich, über die langen Treppen zu den Gleisen zu gelangen. Deshalb begleiten auch die AG 60 Plus, der Behindertensport und die MS-Betroffenen die Aktion.
In einem offenen Brief wenden sie sich nun mit ihrem Anliegen an den Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers. Ihm wollen sie auch ihre ausgefüllten Unterschriftenlisten senden.


























