„Fotografische Gedächtnis der Stadt“: Bei nahraum.de fand eine New Yorkerin Bildmaterial für ihr Buch
SCHWERTE/NEW YORK Grau und traurig – das ist das Bild, dass Inge Künkler-Etzbach von ihrer Geburtsstadt Schwerte hat. Die New Yorkerin schreibt derzeit ein Buch über ihre Kindheit in den 30er Jahren. Bei der Internetrecherche ist sie über das „fotografische Gedächtnis der Stadt“, die Plattform nahraum.de des Medienhaus Lensing gestolpert.
Inge Künkler-Etzbach. (Foto: privat)
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Schon lange ist sie nicht mehr in der Ruhrstadt gewesen. Doch jüngst genug um festzustellen, dass das heutige Schwerte nicht mehr viel mit dem Schwerte ihrer Kindheit gemein hat. „Schwerte war so grau und trübselig damals. Ich vermisste eine Bücherei. In meinem Buch habe ich versucht auszudrücken, dass Schwerte eine kleine, einfache Stadt war“, erinnert sie sich.
Keine großen Ertwartungen an die Zukunft
Die Schwerter, so meint sie, haben damals keine großen Erwartungen an die Zukunft gehabt, sich nicht verbessern wollen. „Es war klar, dass der Sohn des Metzgers auch Metzger wurde“, erklärt sie. Als Enkelin des großen Kohlenhändlers Künkler, sollte auch sie das Familienerbe antreten.„Mich hat niemand gefragt, ob ich Kohle verkaufen wollte“, ärgerte sie sich und wanderte 1956 in die Vereinigten Staaten aus. Zuvor hatte sie in Hagen auf der Berufsschule ihren Mann kennen gelernt, den sie in der St. Viktorkirche heiratete. In den USA studierte sie dann Philosophie und Politikwissenschaften.
„Growing up before yesterday“
Künkler-Etzbach steht kurz vor Veröffentlichung ihres Buches, dass in englischer Sprache unter dem Titel „Growing up before yesterday“ erscheinen soll. „Ich bin soweit fertig, feile noch am letzten Kapitel“, sagt sie.
Schwerte hat sich gewandelt




























