Zusatzbeiträge: Erst ein Drittel zahlt / Versicherte wechseln in günstigere Kassen
SCHWERTE Gar nicht eilig haben es die Schwerter DAK-Versicherten, den geforderten Zusatzbeitrag von acht Euro zu zahlen. Erst etwa ein Drittel hat der Krankenkasse eine Einzugsermächtigung erteilt.
Norbert Domin, Geschäftsstellenleiter der Barmer GEK in Schwerte. (Foto: Archiv)
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„Wir werden die Versicherten, die nicht reagieren, ansprechen“, kündigt Lange an. Vielleicht habe der eine oder andere auch die Post gar nicht erhalten. Eine Gehaltspfändung – wie manche ins Gespräch brachten – sei nicht sofort zu erwarten: „Für acht Euro macht man das nicht.“
„Das ist ein bürokratisches Monster.“
Da müsse erst eine größere Summe auflaufen. Lieber hätte es die DAK – genauso wie andere Krankenkassen – gesehen, wenn der Zusatzbeitrag ähnlich wie die monatlichen Sozialversicherungsbeiträge direkt vom Gehalt oder der Rente abgezogen worden wäre. Doch der Gesetzgeber habe anders entschieden, bedauert Lange: „Das ist ein bürokratisches Monster.“
Keine Zusatzbeiträge geplant
Ihnen und ihren übrigen Mitgliedern verspricht Reingard Coco: „Wir werden das ganze Jahr nicht Zusatzbeiträge erheben.“ Auch bei der Betriebskrankenkasse (BKK) VDN sind diese in 2010 „definitiv nicht geplant“, wie Diana Rehmann auf Anfrage bestätigt.
„Viele Kunden sind zu uns gekommen, weil andere Krankenkassen die Beiträge angehoben haben“, beobachtete Norbert Domin, Geschäftsstellenleiter der Barmer GEK. Bei seiner Kasse sei dies derzeit nicht geplant. „Wir waren im letzten Jahr finanziell gut aufgestellt und haben mit der GEK einen gesunden Partner bekommen“, erklärt er.
Wechselspiele
Bei der DAK sieht man die Wechselspiele unterdessen gelassen. „Das gab´s immer bei Beitragserhöhungen“, erinnert Lange: „Wenn sich das später verschoben hat, sind sie wieder zurückgekommen.“



























