Haus Villigst mit Festakt wieder eröffnet
VILLIGST Angstvoll fragte Goethes Gretchen einst ihren Geliebten „Wie hast Du‘s mit der Religion?“ Bei der feierlichen Wiedereröffnung von Haus Villigst suchte WDR-Intendantin Monika Piel nach Antworten auf die Frage.
Das tat sie tat mit Biss und Ironie und sorgte bei den rund 300 Gästen für heiteres Gelächter, aber auch nachdenkliche Mienen. „Das ist wohl der falsche Ansatz für einen Festvortrag zur Eröffnung einer Evangelischen Tagungsstätte“, sagte Monika Piel ein ums andere Mal lächelnd – und wagte einen neuen Dreh, um das Thema Religion und Medien zu beleuchten.
Präses Buß hielt Predigt im Innenhof
Mit einem Gottesdienst hatte die offizielle Wiedereröffnung nach den umfangreichen Umbauarbeiten am Nachmittag begonnen. Alfred Buß, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, hielt die Predigt im Innenhof von Haus Villigst. Dort waren Stühle für die rund 300 Gäste aufgebaut worden. Buß erinnerte in seiner Predigt an den öffentlichen Auftrag der Kirche und die damit verbundene Wechselwirkung zwischen Kirche und Gesellschaft.
"Bei Windstille muss man pusten"
„Religion muss etwas sagen, wenn sie weiterhin etwas zu sagen haben will“, machte auch Monika Piel in ihrem Festvortrag deutlich. Gleichzeitig sezierte sie die Mechanismen, die ein Thema auf die Tagesordnung der Gesellschaft bringen. „Die Pfadpfinder unter ihnen wissen Bescheid: Bei Wind brennt das Feuer wie von selbst, bei Windstille muss man pusten“, erklärte sie.
Lebenslanges Lernen unerlässlich
Arbeitsminister Karl-Josef Laumann unterstrich bei seinem Grußwort in der Weiterbildungsstätte vor allem den Wert der Bildung – ein guter Bildungsabschluss und lebenslanges Lernen seien heutzutage unerlässlich.
Der offizielle Festakt endete mit der Einweihung der neuen Kapelle.
























