Haus Villigst zum Anfassen
VILLIGST In der imposanten Einfahrt zum Haus Villigst saß Geschäftsführer Ulrich Schneider, verkaufte eigenhändig Wertmarken und begrüßte die Besucher. Dies war ein Beispiel dafür, dass die neu eröffnete evangelische Tagungsstätte sich offener und näher an der Bevölkerung präsentieren will.
Freundlich und einladend kommt das renovierte Haus Villigst daher. (Foto: Oskar Neubauer)
Die Evangelische Kirche hatte nach dem offiziellen Festakt am Freitagabend am Samstag zum Tag der offenen Tür geladen. Einige hundert Schwerter nutzten die Gelegenheit, um nach eineinhalb Jahren Umbauzeit einen Blick hinter die Kulissen des altehrwürdigen Hauses zu werfen.
Freundlich und stilecht
Denn dort hat sich viel getan. Neue und renovierte Zimmer, hell, freundlich und stilecht gehalten, stehen den Gästen zur Verfügung. In erster Linie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Theologen, Religionslehrer und Mitarbeiter der Evangelischen Kirche von Westfalen. In zweiter Linie aber auch für Tagungen mit gesellschaftspolitischen Themen wie Umwelt, Sozialethik, dazu Kunst und Literatur.
Echo war durchweg positiv
Das renovierte Haupthaus, die gläserne Empfangshalle und die maritim anmutende Kapelle stießen durchweg auf positives Echo. In den 60 Jahren, in denen das unter Denkmalschutz stehende klassizistische Schloss die Protestanten beherbergt, dürfte es musikalisch selten so abwechslungsreich gewesen sein. Streicher und Posaunenchöre der Landeskirche waren dabei. Für flottere Rhythmen sorgte eine Sambaband, die „Banda Surdonna“, die mit einfallsreicher Verkleidung umherzog und für überraschte Gesichter sorgte.
Auf von Chris Farlowe war der Höhepunkt
Am Abend hielten dann Blues und Rock ´n Roll Einzug auf die Bühne im Innenhof. Mit Lunastrip aus Dortmund heizte eine lokale Größe den Zuhörern ein. Dann legten sich „The Voice“ Chris Farlowe und die Hamburg Blues Band ins Zeug. „Dass die so eine Größe hierher bekommen haben“, wunderten sich 1000 Zuhörer und rieben sich Augen und Ohren.
Tieferen theologischeren Gehalt hatte die Ausstellung „Leichte Kreuze?“ mit Kruzifixen aus dem 20. und 21. Jahrhundert, die Kulturbeauftragter Dr. Rüdiger Sareika eröffnete. Auch die Jugend kam nicht zu kurz: Der mit 6800 Euro dotierte Projektpreis ging an acht Initiativen aus dem Gebiet der Landeskirche.
























