Kunstverein 20 Jahre alt und kein bisschen elitär
SCHWERTE Der Kunstverein wird in diesem Jahr 20. Was er sich zum Geburtstag wünscht? Ulfried Weingarten, künstlerischer Leiter, will sich etwas wegwünschen: das unausgesprochene Vorurteil, elitär zu sein.
Rund 80 Besucher gratulierten dem Kunstverein zum Geburtstag. (Foto: Bernd Paulitschke)
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Am Freitagabend eröffnete er zusammen mit Mechthild Heimann die Ausstellung „20 Jahre - 100 Künstler“ am Wuckenhof. Mechthild Heimann hält die Eröffnungsrede, fragt: „Was wäre der Kunstverein ohne Initiatoren, Organisatoren,…“. Dann stockt sie. Ein Zettel Ihrer Rede ist abhanden gekommen. „Hier fehlt irgendwas“. Ein Zufall. Und doch so treffend. Denn tatsächlich ist die Erfolgsgeschichte „Schwerter Kunstverein“ nur durch den unermüdlichen Gestaltungswillen seiner Mitglieder möglich geworden.
Naive Telefonate in den Gründungstagen
Sehr gut erinnert sich Weingarten an so manch „naives Telefonat“, das er in Gründungstagen mit namhaften Künstlern führte: „Die haben mich fast ausgelacht, als ich sie um eine Ausstellung in Schwerte bat“. Das Team gab nicht auf, feilte am Programm. Die bekannte Kölner „Fotomalerin“ Dorothee von Windheim war schließlich die erste, die zusagte. Seitdem erlebte der kleine Kunstverein einen „Dominoeffekt“, der bis heute anhält.
Betreten für Eltern verboten
Förderung junger Künstler – auch das war ein Anliegen der zurückliegenden 20 Jahre Gegenwartskunst. Die rund 80 Besucher erinnern sich an den ersten Todestag von Joseph Beuys, als alles begann, an Kurioses wie Kunstnächte bei Vollmond oder Kinderausstellungen, die Erwachsene nicht betreten durften, damit ihre Sprösslinge in Ruhe Bilder aussuchen konnten. Und was wünschen sich Heimann und Weingarten für die nächsten 20 Jahre? Nachwuchs. Künstlerischen, versteht sich.


























