Verbraucherzentrale Schwerte: Leiterin Angelika Weischer warnt vor Internetbetrügern
SCHWERTE Seit rund einem Monat hat die Karte der Verbraucherzentrale NRW einen weißen Fleck weniger. In Schwerte hat die 57. Beratungstelle der Verbraucherzentrale ihren Dienst aufgenommen. Wir sprachen mit der Leiterin Angelika Weischer über ihre Arbeit in Schwerte.
Leiterin der Verbraucherzentrale: Angelika Weischer. (RN-Foto: Archiv)
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Angelika Weischer: Sehr gut. Wir hatten bis jetzt 681 Beratungen, davon 413 persönlich, 238 telefonisch und 30 per Mail. Schwerte scheint auf uns gewartet zu haben.
Apropos, warum hat die Verbraucherzentrale eigentlich solange gebraucht, um in Schwerte eine Beratungsstelle zu eröffnen?
Angelika Weischer: Es waren harte Verhandlungen nötig, um zu klären wer die Kosten trägt. Beratungsstellen werden normalerweise je zu Hälfte finanziert vom Land und von der Kommune. Den kommunalen Anteil übernehmen jetzt der Kreis zu 60 Prozent und die Stadt Schwerte zu 40 Prozent.
Verbraucherrechte, Geld und Kredit
Wie sieht ihre Arbeit in Schwerte aus?
Angelika Weischer: Ich selber berate unsere Kunden in den Bereichen Verbraucherrechte sowie Geld und Kredit. Wobei wir in dem Bereich eine Kooperation mit der Schuldnerberatung Schwerte haben. Für die Themen Mietrecht, Energie und Versicherung kommen regelmäßig Honorar-Kräfte zu uns und beraten nach Terminabsprache.
Diese Beratung ist aber nicht umsonst.
Angelika Weischer: Nein, eine normale Rechtsberatung zum Beispiel im Verbraucher recht kostet sieben Euro. Wenn wir die Rechtsvertretung für einen Kunden übernehmen, zum Beispiel in den Schriftverkehr mit einem Unternehmen eintreten, kostet das 19 Euro. Mietrechtliche Beratung kostet 15 Euro und die Beratung zu Versicherungen 35 Euro für eine halbe Stundesowie die Energieberatung 5 Euro.
"Es gibt die unterschiedlichsten Fälle."
Welche Themen wurden im ersten Monat besonders häufig angesprochen?
Angelika Weischer: Es ging vor allem um Fragen zum Verbraucherrecht. Zum Beispiel um Internetabzocke, Gewinnspiele und unerwünschte Werbeanrufe. Allein 70 Anfragen gab es zu diesem Thema.
Was ist den Schwertern denn im Internet passiert?
Angelika Weischer: Es gibt die unterschiedlichsten Fälle. So kann es natürlich nicht sein, dass man eine Internetseite besucht, bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf „OK“ drückt und ein paar Tage später eine Rechnung über 50 Euro für nichts bekommt.
"Da braucht man schon Selbstbewusstsein, um sich zu wehren."
Was verunsichert Ihre Kunden dabei am meisten?
Angelika Weischer: Diese Internet-Betrüger fahren ziemlich schnell schweres Geschütz auf. Man bekommt Post von Inkasso-Unternehmen oder von Rechtsanwälten. Da braucht man schon Selbstbewusstsein, um sich zu wehren. Dabei helfen wir.
Worauf führen Sie die starke Nachfrage gleich im ersten Monat zurück?
Angelika Weischer: Auf unsere persönliche Beratung. Es gibt zu jedem Problem unendlich viele Tipps im Internet. Aber die Möglichkeit, seine Sorgen in einem direkten Gespräch los zu werden, gibt es nur bei uns. Darauf legen viele Menschen Wert.




























