Politischer Aschermittwoch: Ministerpräsidentin Kraft teilt im Freischütz aus
SCHWERTE Kräftig ausgeteilt hat NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Vor 750 Genossen ließ sie im Schwerter Freischütz kein gutes Haar an Merkel, Wulff und FDP.
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. (Foto: Reinhard Schmitz)
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Mit dem frisch gewählten Präsidenten des Europaparlaments, Martin Schulz und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft war das Rednerpult prominent besetzt. Stehende Ovationen für die Ministerpräsidentin, die mit einer Abrechnung mit dem Ex-Bundespräsidenten ihre kämpferische Rede begann.
Fotostrecke Politischer Aschermittwoch im Freischütz
Der sei um die Bankenkrise besorgt und habe deshalb gerne bar bezahlt. Und zum Thema Nachfolgeentscheidung: „Die FDP hat da inhaltliche Leere durch Macht überkleistert.“
Steuersenkungen? Nicht mit der SPD
Weiter ging es über die Ablehnung des CDU-Konzepts der flächendeckenden Mindestlöhne über eine Erklärung gegen Steuersenkungen (die seien in diesen Zeiten mit der SPD nicht machbar) bis hin zu deutlichen Signalen in Richtung Bayern: „Wenn der Länderfinanzausgleich auf den Tisch komme, dann der Mehrwertsteuerausgleich, bei dem NRW unverhältnismäßig mehr zahle, doch bitte auch gleich mit.“
EU-Politiker Schulz: "Vertraut uns"
Ein klares Ja zum Euro und zur Rettung Griechenlandes formulierte der Präsident des Europarlaments, Martin Schulz, mit seinem Bekenntnis zur Griechenlandhilfe: Es sei vernünftig, diese Risiken einzugehen und allemal besser, als den Zusammenbruch der Eurozone zu riskieren. „Vertraut uns“, bat er die Genossen energisch.
Natürlich habe er Verständnis für Leute, die in Athen auf die Straße gehen. „Es gibt dort reale Armut, aber auch Multimilliardäre, die ihr Geld aus dem Land gebracht haben“, so Schulz. Deshalb sei es nötig, Steueroasen zu schließen.




























