Nachbarschaft: Westhofens Männer feiern Sup Peiter
SCHWERTE Weder Königswürde noch Richteramt schützten vor der Anklage durch den Schräpper: Über kleine Vergehen hielten Westhofens Nachbarn wieder beim Sup Peiter auf amüsante Weise Gericht. Rund 250 Männer feierten in den drei Nachbarschaften ihren höchsten Festtag.
Westeneicken: Unversehens sah sich Oberrichter Stefan Petruschke (r.) von Schlepper Richard Berkenkopf auf den Arme-Sünder-Stuhl vor dem Wotansfeuer gezogen. (Foto: Reinhard Schmitz)
Fotostrecke Sup Peiter in Westhofen
Westeneicken: König Dirk schwitzte mit seinem Adjutanten Eckehard Rotert vor dem Kanonenofen. „Ämterhäufung“ warf Schräpper Frank Dommermühl dem Ehrengast vor, der unter anderem auch die erste Holzener Weiberfastnacht organisiert habe.In vorchristlicher Zeit feierten die Germanen am Wotanstag, 22. Februar, das Ende des Winters mit einem Thing, bei dem kleinere Vergehen geahndet wurden. Die Westhofener feiern am Samstag nach diesem Kirchenfest ihr Sup Peiter, plattdeutsch für „Sauf Peter“. Der Schräpper führt dabei die uralte Gerichtsbarkeit vor dem Kanonenofen fort, der an das Wotansfeuer erinnert.


































