Rathaus II: Personalrat beklagt unhaltbaren Zustand
SCHWERTE Fensterrahmen mit Löchern, Heizungen, die nur die Einstellungen bullenheiß und eiskalt kennen, fehlende Türrahmen – wer als Stadtbediensteter im Rathaus II arbeiten muss, gehört in Sachen Büro nicht zu den Gewinnern.
Der erste Eindruck täuscht nicht: Der Investitionsstau ist dem Rathaus II auch äußerlich anzusehen. (Foto: Bernd Paulitschke)
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Defekte Fenster kurzerhand zugemauert
Als Bauleitplaner gehört er selbst zu den verbliebenen 40 Mitarbeitern im Gebäude an der Schützenstraße. Und er kennt die Mängel. In einem der Treppenhäuser wurden defekte Fenster kurzerhand zugemauert, um das Geld für die Reparatur zu sparen. In der Teeküche kann man sogar mit einem Kuli Löcher in den verrosteten Fensterrahmen stechen. Klar, dass es sich nur um Einfachverglasung handelt.
Martin Thal ist bei der Stadt eigentlich für den Gewässerschutz zuständig. Auf der zweiten Etage des Gebäudes ist er aber auch der Mann mit der Silikon-Kartusche. Damit hat er die vergammelten Holzfensterrahmen im Flur geflickt. Viel geholfen hat es nicht. Gegen den permanenten Zug hier im Obergeschoss arbeiten die Heizungen tapfer an. „Wir heizen vor allem den Hinterhof“, so Gröne-Krebs.
Charme der Adenauer-Zeit
„Den bizarren Charme der Adenauer-Zeit strahlen auch die Sanitäranlagen aus“, meint Petra Wenzel. Die Denkmalschutzbeauftragte hat bereits seit 1989 ihren Dienstsitz in dem Gebäude. Gemacht wurde seitdem nur das Notwendigste.
„Wir haben für die 40 Bediensteten keinen Platz an der Rathausstraße“, so Jutta Pentling, Leiterin der Zentralen Dienste bei der Stadt. Zumal das Gebäude ja auch noch etliche ehrenamtliche Initiativen beherberge, von Louisa bis zur Redaktion der Seniorenzeitung AS. Der größte Teil der langen Flure steht allerdings schon lange leer.


























