Schwerter Bahnhof: Rohlstuhlfahrer zeigen Hubert Hüppe die Barrieren
SCHWERTE Vier Stufen versperren Thorsten Eisenmenger den Weg in den Bahnhof - alleine kann der Rollstuhlfahrer nicht in den Schwerter Bahnhof. Wie problematisch diese Situation am Bahnhof ist, zeigte Eisenmenger am Mittwoch der CDU-Ratsfraktion und dem Behinderten-Beauftragten der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU).
Wie problematisch die Situation am Bahnhof ist, erfuhren die CDU-Ratsfraktion und Hubert Hüppe (CDU) aus erster Hand. (Foto: Bernd Paulitschke)
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Weder Lift noch Rampe
Doch am Schwerter Bahnhof gibt es für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen weder Lift noch Rampe. Der Umbau ist für 2013 geplant. Das ist für Eisenmenger und die anderen Unterstützer der Behinderteninitiative „dabei“ viel zu spät. Deshalb haben sie bisher rund 1500 Unterschriften für einen früheren Umbau gesammelt.
Auslöser für die Unterschriftenaktion war der neue Fahrkartenautomat in der Halle des Bahnhofs, der von der Bahn als barrierefrei bezeichnet wurde, obwohl erst mehrere Treppenstufen erklommen werden müssen. „Man fühlt sich machtlos“, beschreibt Thorsten Eisenmenger seine Hilflosigkeit.
Eine Katastrophe
Am Mittwoch zeigte Eisenmenger die problematische Situation einigen Mitglieder der CDU-Ratsfraktion und dem Behinderten-Beauftragten der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU). Der Fraktionsvorsitzende Marco Kordt sprach von einer Katastrophe: „Das Problem ist allen hinlänglich bekannt.“ Es sei ein wichtiges Ziel, die Barrierefreiheit umzusetzen.
„ Unser Ziel ist es, dass der Umbau auf 2011 vorgezogen wird“, sagte Kordt. „Wenn das nicht gehen sollte, ist die Bahn in der Verpflichtung, kurzfristig Abhilfe zu schaffen.“ Nun hofft die Fraktion auf Unterstützung von Hubert Hüppe, der seine Kontakte nutzen und einen früheren Umbau ermöglichen soll. „In dem Amt sind das ganz andere Möglichkeiten, positiv Einfluss zu nehmen“, weiß Kordt.
Druck machen
Hüppe, dem das Problem ebenfalls schon bekannt war, lobte die Unterschriftenaktion: „Je mehr Leute Druck machen, desto größer ist die Chance, dass sich etwas verändert.“ Hüppe selbst will das Thema nun aufnehmen und bei der Bahn und auch bei den Behörden ansprechen.
Nach Ostern trifft er sich mit dem Vorstand der Bahn. Dann will er auch den Schwerter Bahnhof ansprechen: „Dass ich das Thema mache, ist ja klar. Schwerte ist ja auch kein kleiner Bahnhof.“



























