Nadelöhr: Sattelzüge biegen in die Binnerheide als Geisterfahrer ein
SCHWERTERHEIDE Als Geisterfahrer links an der Verkehrsinsel vorbei: Anders schaffen es LKW-Fahrer oft nicht, mit langen Sattelzügen durch die enge Einfahrt ins Industriegebiet Binnerheide einzubiegen.
Mächtig ausholen und kurbeln müssen die LKW-Fahrer, um von der Ostberger Straße durch die enge Einfahrt zum Industriegebiet Binnerheide abzubiegen. (Foto: Reinhard Schmitz)
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„Die langen Dinger kommen da nicht rum“, kann Karl-Willi Demgen, Gründer von Demgen Werkzeugbau, durchaus mit den Fahrern fühlen. Für immer längere LKW seien Genehmigungen erteilt, aber nicht die nötigen Voraussetzungen im Straßenbau geschaffen worden.
Kein Zentimeter Luft
Zum Nadelöhr wird die Binnerheide-Zufahrt durch die überhaupt nicht mittig angeordnete „Mittelinsel“. Während zum Einbiegen nur eine schmale Spur vorbei führt, können sich bei der Ausfahrt gut zwei Fahrzeuge nebeneinander aufstellen. „Andersrum wäre besser“, erklärt Udo Wilkes, Geschäftsführer von Holz Spaeing. Oder die Insel sollte wenigstens ein bisschen zurückversetzt sein.
Doch so bleibt für die LKW-Fahrer kaum ein Zentimeter Luft, wenn sie ihre Sattelzüge um die Insel herumzirkeln. Vor allem dann, wenn gegenüber der Einfahrt an der Ostberger Straße noch Fahrzeuge abgestellt sind. „Die PKW-Fahrer übersehen oft nicht richtig, wo sie noch im Weg stehen“, beobachtet Franz Becker, Personalchef des Erdnussrösters Ültje.
Kein Geld für Umbau
Bis ins Rathaus sind die Sorgen der LKW-Fahrer indessen noch nicht durchgedrungen. „Wir haben noch keine Beschwerde registriert“, erklärt Stadtsprecher Carsten Morgenthal. Für einen großen Umbau fehle sowieso das Geld.
„Wir sind ja gebeutelt genug“, ist Unternehmer Demgen Kummer mit seiner Zufahrt gewohnt. Noch gut erinnert er sich an einen Anruf von Hoesch: „Wenn Sie ihre Stahlplatte haben wollen, müssen Sie sie selbst abholen.“
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