Schwerte hat 17 neue Stolpersteine
SCHWERTE Schlag für Schlag gräbt sich die Spitzhacke in das Pflaster vor dem Rathaus. Granitwürfel, über die einst die braunen Schergen schritten, weichen einem Stolperstein. Er hält die Mahnung an die dunkle Zeit wach.
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Erinnerung im Akkord
Die Schicksalsdaten von Ilse Renzing und 16 weiteren Mitbürgern, die von den Nazis verfolgten wurden, ließ der Künstler Gunter Demnig am Montag in die Bürgersteige ein. Es grenzte schon an Akkordarbeit, wie der Wahlkölner mit Schaufel, Kelle und Mörteleimer von der Karl-Gerharts-Straße über das Rathaus zur Brückstraße zog.
„Wir sind ein eingespieltes Team“, wusste Straßenkontrolleur Andreas Gums, der die dritte Verlegeaktion in der Ruhrstadt tatkräftig unterstützte – damit die Stolpersteine nicht über ihren symbolischen Sinn hinausragen.
Schon 14 000 Betonwürfel gelegt
Sie reihen sich ein in eine Spur der Erinnerung, die Demnig inzwischen von Holland bis Ungarn gezogen hat. „Die ersten Stolpersteine habe ich 1996 in Berlin-Kreuzberg illegal verlegt“, berichtet er. Mittlerweile mahnen 14 000 Betonwürfel in 301 Gemeinden. Bis 2010 ist im Kalender des Künstlers kein Termin mehr frei.


























