Theater am Fluss: Theaterstück "Amok" von Stephen King hatte Premiere
SCHWERTE Mit einer Bühnenfassung von Stephen Kings erstem Roman „Amok“ feierte das Theater am Fluss am Mittwochabend Premiere.
Das Theater am Fluss nahm sich mit »Amok ein schwieriges, aktuelles Thema vor. (Foto: Paulitschke)
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Mit einem neuen, frischen Ensemble sowie einigen TaF-Gründungsmitgliedern gelingt es Blömer, das Publikum in den Bann des Theaters zu ziehen.
Zum Inhalt: Der 17-jährige Charlie Decker (Sammy Wassermann) hat einen Lehrer mit einem Schraubenschlüssel attackiert und wird zur Direktorin (Sonja Wernikowski) gerufen.
Sammy Wassermann spielt den Jugendlichen Charlie Decker
Nachdem sie ihn von der Schule verwiesen hat, holt er die geladene Pistole seines Vaters aus seinem Spind, entzündet diesen, erschießt seine Lehrerin und den Hausmeister und nimmt seine Mitschüler als Geiseln.
Es beginnt ein Spiel um Macht, Leid und Ehrlichkeit: Zum einen zwischen Charlie, der Direktorin und dem Schulpsychologen – diese schalten sich per Sprechanlage immer wieder in das Geschehen im Klassenzimmer ein – sowie zwischen den Schülern.
"Amok" hat ernsten Hintergrund
Nach und nach wird aus Missgunst Solidarität; Charlie gibt seinen Mitschülern eine Plattform zur Selbsterkenntnis: In einem mit Kreide gezeichneten Kreis zwingt er zwei Mädchen zum verbalen und körperlichen Kampf.
Einzig Schulschönling und Baseballstar Ted (Alexander Borowski) versteht bis zum Schluss nicht, was mit seinen Mitschülern geschieht.
Diese demaskieren ihn bis aufs Äußerste, wenn sie über seine alkoholkranke Mutter herziehen und Sandra (Selina Gester) von seiner Affäre mit ihr berichtet.
Schlussendlich wird Ted von der Klasse zusammengeschlagen und bleibt als einziger mit Charlie im Klassenraum zurück.
Lars Blömer leistet mit seinem Ensemble ganze Arbeit
Dies alles geschieht in einer bedrückenden und verstörenden Atmosphäre, die schon mit den ersten Worten des Protagonisten entsteht und – sobald die ersten Schüsse fallen – immer weiter wächst.
Blömer hat mit seinem Ensemble ganze Arbeit geleistet und aus Bühnenneulingen selbstbewusste Darsteller geformt, die über die gut anderthalb Stunden vollen Einsatz zeigen und dieses schwierige und aktuelle Thema mit Bravour meistern.
Weitere Vorstellungen: Sonntag, 1. November, 19.30 Uhr und am Samstag, 14. November, im Rahmen des Sprungbretter-Festivals.


























