Unfallstelle Schälk: Keine Sperrung in Sicht
ERGSTE Als wäre das Benzin nicht schon teuer genug. Auch für die Verkehrsbehörden hatten die Motorradraser vom Schälk noch kräftig Geld im Portmonee. Zwei Anzeigen und 17 Verwarngelder verteilte die Polizei Iserlohn bei ihren Kontrollen am Wochenende. Und deckte noch einige andere Missstände auf.
Besonders an Wochenende wird die B 236 am Schälk zu einem Treffpunkt der Motorradfahrer. (Foto: Oskar Neubauer)
- Fußball-Landesliga 2 Steht der VfL-Abstieg an Pfingsten fest?
- Entlang der Schienen Bahn baut sechs Schallschutzwände
- Fußball-Landesliga 2 SC Hennen spielt schon am Samstag
- Fußball-Bezirksliga 14 Nur Geisecker SV und ETuS/DJK spielen am Montag
- Fußball-Bezirksligist VfB Westhofen: Nur Optimisten sprechen noch vom Klassenerhalt
Bei der Polizei gilt das Stück am Schälk als relativ harmlos
Dabei gilt das Iserlohner Teilstück der B236 am Schälk bei der Polizei noch als das harmloseste, da sich auf der Geraden zum Stübbeken hinunter selten Unfälle ereignen. Viel gefährdeter ist der kurze Hagener Abschnitt an der Gaststätte Zum grünen Krug, wo sich in diesem Jahr schon ein Motorradfahrer bei einem Alleinunfall schwere Verletzungen zuzog.
„Er war mit der 100-PS-Maschine seines Vaters unterwegs“, berichtet Hagens Polizeisprecher Ulrich Hanki. Am Wochenende konnten seine Kollegen bei einem kurzen Laser-Einsatz jedoch keine Raser erwischen. „Man hat auch nur ganz kurz Zeit, jemanden ins Visier zu nehmen“, verweist er auf die schwierige Kurvensituation.
Seit Januar 19 Unfälle im Abschnitt Ergste, acht davon mit Kradbeteiligung
Regelmäßige Kontrollen nimmt auch die Kreispolizeibehörde Unna auf ihrem Streckenabschnitt in Ergste vor. Seit Jahresbeginn – so weiß Unnas Polizeisprecher Martin Volkmer – ereigneten sich dort 19 Verkehrsunfälle. Achtmal waren motorisierte Zweiräder beteiligt. Dabei wurden drei Motorradfahrer verletzt, einer von ihnen schwer.
Rüttelschwellen helfen nicht
Von den Rüttelschwellen, die im Frühjahr für gut 20 000 Euro an den neuralgischen Stellen aufgebracht wurden, konnten die Unfälle nicht verhindert werden. Trotzdem wäre eine Sperrung des Schälks für Motorräder für Landesbetrieb Straßen NRW in Hagen nur der letzte Weg.
„Das Problem ist, dass diese Maßnahme auch die Leute trifft, die normal Motorrad fahren“, hält Abteilungsleiter Michael Vosloh nicht viel von einer Art Sippenhaft. Zunächst solle die Wirkungsweise der Rüttelschwellen abgewartet werden, die in Ostwestfalen die Unfallzahlen rapide gesenkt hätten. Nach Ende der Motorradsaison will man mit den Polizeibehörden Bilanz ziehen.


























