Zivildienst: Verkürzung für Krankenhäuser und Wohlfahrtsverbände problematisch
SCHWERTE 20 Zivildienstleistende arbeiten derzeit im Marienkrankenhaus – sind für den Patiententransport zuständig und im Wirtschaftsdienst tätig. Die angestrebte Verkürzung der Zivildienstzeit auf sechs Monate würde der Verwaltung erhebliche Probleme bereiten.
20 Zivildienstleistende sind derzeit im Marienkrankenhaus beschäftigt. (Foto: Bernd Paulitschke)
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Das sieht auch Stefanie Schafnitzel so. Als Personalleiterin ist sie für die Einrichtungen der Diakonie Mark-Ruhr verantwortlich.
Auf soziales Jahr umstellen
Insgesamt zwölf Zivildienstleistende arbeiten im Evangelischen Krankenhaus, im Johannes-Mergenthaler- und im Klara-Röhrscheidt-Haus. „Netto hätten wir sie nur für die Hälfte der Zeit“, rechnet sie vor, wie sich Einarbeitungszeit, Urlaub und Seminarbesuche auswirken. Dabei sei vor allem im Bereich der Altenbetreuung ein längerfristiger Einsatz wünschenswert.
Auch das Deutsche Rote Kreuz und die Diakonie haben sich bereits mit der Problematik auseinandergesetzt. „Wir werden langfristig wohl auf das freiwillige soziale Jahr (FSJ) umstellen“, erklärt DRK-Dienststellenleiter Markus Niessner. Zurzeit sind beim DKR zehn Zivildienstleistende beschäftigt, drei Mitarbeiter absolvieren ihr freiwilliges soziales Jahr.
Kernbereiche nicht betroffen
Diese Möglichkeit fasst auch Ulrich Groth von der Diakonie ins Auge, die momentan sechs Zivildienstleistende beschäftigt. „Glücklicherweise haben wir in Kernbereichen nicht ausdrücklich auf den Zivildienst gebaut.“
Die Diakonie Mark Ruhr will den Zivildienst weiterhin anbieten. „Wir möchten jungen Männern diese Möglichkeit erhalten“, betont Stefanie Schafnitzel. Dass die nicht gerade begeistert sind von der geplanten Verkürzung, weiß Markus Niessner.
Zeitraum überbrücken
„Viele können erst im Wintersemster mit dem Studium beginnen und müssen dann diesen Zeitraum überbrücken“, erklärt er. Selbst eine freiwillige Verlängerung scheint keine Lösung. „Wer soll das bezahlen?“, wirft Heinz-Jürgen Camen die nächste Frage auf.



























