Voller Stundenplan: Zehntklässler am FBG haben von 8 bis 18 Uhr Unterricht
SCHWERTE Wer Turbo-Abitur machen will, muss Turbo-Ausdauer haben. Die G8-Reform führt zu vollen Stundenplänen. Die Zehntklässler am Friedrich-Bährens-Gymnasium haben teilweise von 8 bis 18 Uhr Unterricht.
Dr. Klaus-Peter Althof, Direktor des Friedrich-Bährens-Gymnasiums vor den Stundenplänen. (Foto: Bernd Paulitschke)
Bis zur zwölften Stunde
Die Zehntklässler haben rund 42 Wochenstunden. Im Schnitt muss jeder also täglich bis zur achten Stunde im Unterricht sitzen. Durch Freistunden, Verfügbarkeit der Sporthallen und die Kooperation mit dem Ruhrtalgymnasium, kann es passieren, dass die Schüler bis zur zwölften Stunde Unterricht haben.
Die letzte „Nichtsportstunde“ ist um 16.30 Uhr beispielsweise Spanisch, dann folgen zwei Stunden Sport. Annette Heidemann: „Es bringt überhaupt nichts, in der zehnten Stunde Spanisch zu unterrichten, und Sport ist nicht erholend.“
Keine Pausen am Nachmittag
Rein rechtlich ist an diesem System nichts auszusetzen. Das Jugendarbeitsschutzgesetz schreibt Ruhepausen vor. Jugendliche, die mehr als sechs Stunden arbeiten, müssen 60 Minuten pausieren. Mit 25 Minuten Mittagspause plus zwei Mal 15 Minuten zwischen den Stunden, kommt das FBG auf 55 Minuten und ist damit im orangenen Bereich.
Nachmittags gibt es keine Pausen, 4,5 Zeitstunden Arbeit am Stück ist erlaubt. Hinzu komme, dass das Geld für den Bau der Mensa fehle, warmes Essen somit Fehlanzeige ist und die Lehrer trotz zwölf Stunden Unterricht, Hausaufgaben geben könnten.




























