SCHWERTE Platz vier - das ist immerhin drei Plätze besser als im Vorjahr. Bei den Basketballern der Schwerter Turnerschaft ist das Saisonziel, sich im Vergleich zum Vorjahr zu verbessern, glasklar erreicht worden. Trotzdem ist Trainer Klaus Tschorn nicht uneingeschränkt zufrieden. Ein Rückblick.Von Bastian Bergmann
"Es war definitiv noch mehr drin", betont er und lässt durchklingen, dass die sonst so zurückhaltende Herangehensweise der STS einer offensiveren Zielformulierung gewichen ist. "Es war eine sehr gute Saison. Und wenn ich sehe, wie wir im letzten Spiel gegen Hamm mitgehalten haben, weckt das natürlich Begehrlichkeiten", erklärt der Trainer.
Der Saisonverlauf
Gleich im ersten Saisonspiel, ausgerechnet zu Hause, setzte es eine nicht eingeplante Schlappe gegen den TV Werne 2. Auch in Kaiserau und Herne verlor das Team und sah dabei überhaupt nicht gut aus. Auf der anderen Seite gab es Klassespiele wie den Auswärtssieg beim Meister aus Westrich. "Wir hatten einige gute Spiele und haben auch viele knappe gewonnen. Man muss aber auch kritisch sehen, dass wir neun Spiele verloren haben und somit nicht stabil genug über den Saisonverlauf waren", lautet Tschorns Analyse. Fakt ist auch, dass es von der Stimmung her eine sehr gute Saison war und die Rückrunde deutlich besser lief als noch im Vorjahr.
Das Personal
Großen Anteil daran hatten die beiden Neuzugänge Nils Eiffler und Mohammed El-Hamdi. "Nils ist die Verstärkung schlechthin gewesen. Alle neuen Spieler haben die Mannschaft belebt und haben die Integration sehr gut hingekommen", meint Tschorn. Und was aus dem Nachwuchs nachrückt, macht zusätzlich Hoffnung.
Der Ausblick
Die Saison hat gezeigt, dass in der Landesliga noch Luft nach oben ist. Deswegen besteht Tschorn auf seiner, wie er es nennt, "vorsichtigen Zufriedenheit." Sonst entwickele man sich nicht weiter. Für die nächste Saison plant der Trainer fest mit Rückkehrer Robin Seib. Absagen aus dem aktuellen Kader gibt es bislang keine. Im Falle Nils Eiffler haben sich der Trainer und der Top-Scorer auf eine Entscheidung Ende Mai geeinigt. "An ihm hängt Vieles", weiß Tschorn. In den nächsten zwei Wochen gibt es ein Treffen mit dem Vorstand. Eine Verlängerung des Tschorn-Engagements scheint außer Frage zu stehen. Und wenn Eiffler und die Mannschaft zusammen bleiben, ist nächstes Jahr vielleicht sogar der ganz große Wurf drin.