Hallenfußball-Stadtmeisterschaften: Warum Holzens Sieger-Trainer nicht mehr in der Halle war
SCHWERTE In der Zwischenrunde musste er weg - in den Urlaub, zur Kreuzfahrt. Und so erfuhr Trainer Thomas Wegener nur per SMS, dass der TuS Holzen-Sommerberg Hallenfußball-Stadtmeister 2012 ist.
Da war er noch vor Ort: Thomas Wegener, Trainer des späteren Stadtmeisters TuS Holzen-Sommerberg, erfuhr vom Triumph seines Teams auf dem Weg in den Urlaub. (Foto: Bernd Paulitschke)
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Es ist sonnig im schönen Las Palmas, das Thermometer zeigt milde 20 Grad Celsius. Zehn Tage wird Wegener mit der AIDAbella - Bella, die Schöne - reisen, die gestern in Hafen der Inselhauptstadt ablegte. Auf dem 252 Meter langen und 32 Meter breitem Luxusliner wird der Holzener Trainer Teneriffa, Madeira, Cádiz, Malaga, Tanger (Marokko), Casablanca und Lanzarote ansteuern und es sich gut gehen lassen - das hat sich Wegener auch verdient.
SMS-Ticker auf dem Weg zum Flieger
Deswegen bekam Wegener den größten Erfolg in seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit als Holzener Trainer gar nicht hautnah mit. Nach der Zwischenrunde machte sich Wegener auf zum Flieger zu seiner Kreuzfahrt und wurde per SMS-Live-Ticker auf dem Laufenden gehalten.
"Es war wohl ziemlich spannend", erzählt Wegener aus der Ferne. Denn Julian Lammert kam mit dem "simsen" wohl nicht hinterher. Marco Bader war es schließlich, von dem Wegener erste Glückwünsche empfing, sodass es dem Holzener Trainer langsam dämmerte: "Das ist der absolute Wahnsinn."
Fotostrecke Hallen-Stadtmeisterschaften 2012 - Senioren
Nach dem VfL-Spiel: "Jetzt ist alles möglich"
So ganz überraschend kam für Wegener der Titelgewinn dann aber doch nicht. "Ich hatte es nie ausgeschlossen, aber nach dem VfL-Spiel wusste ich: Jetzt ist alles möglich. Besser konnte man nicht spielen." Der TuS Holzen-Sommerberg hatte den langjährigen Schwerter Fußballprimus mit 7:1 vom Parkett gefegt.
Die Feierlichkeiten muss Wegener wohl nachholen, wenn er aus dem Urlaub zurück ist. "Ich habe noch nicht mal ein Siegerbier getrunken", sagte er. Doch das eine oder andere wird sich Wegener auf der Fahrt doch gönnen. "Ich habe wegen meiner Krankheit zweieinhalb Kilo abgenommen. Dann darf ich wieder dreieinhalb drauf bekommen", scherzte Wegener, der bei den Titelkämpfen wegen einer Bronchitis fast komplett passen musste.






























