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Medienhaus Lensing
01.02.2012 15:35 Uhr
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Sportlerporträt: Yannik Meyer - mit 14 schon in der Nationalmannschaft

Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Auf Yannik Meyer trifft das Sprichtwort zu. Mit drei Jahren begann er mit Kampfsport. Nun ist er Teil der Taekwondo-Nationalmannschaft und hat seinen 1. Dan - mit gerade einmal 14 Jahren. Ein Porträt.Von Bastian Bergmann

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Immer nett? Immer ein so freundliches Lächeln auf den Lippen? Vorsicht, liebe Gegner: Yannik Meyer gehört zu den besten Taekwando-Nachwuchs-Kämpfern in Deutschland. (Foto: Bernd Paulitschke)

Acht Jahre seines Lebens hat Yannik also intensiv mit Taekwondo verbracht. Was in Schwerte bei seinem Trainer Klaus Kröger begann, wird mittlerweile seit geraumer Zeit beim international anerkannten Trainer Ung-Kim Lan fortgesetzt. Der ist zugleich Trainer der Damen Taekondo-Nationalmannschaft. Fünf bis sechsmal pro Woche fährt Yannik daher nach Dortmund, um sich dort weiterzuentwickeln.

Die Affinität zum Kampfsport allgemein wurde ihm vom Vater in die Wiege gelegt. Während andere Jugendliche in seinem Alter eher den klassischen Mannschaftsportarten wie Fußball oder Handball nacheifern, bringt sich der 14-Jährige zusätzlich noch mit intensiven Intervallläufen, sowie Box- und Kickboxtraining in optimale Wettkampfform.

Weit mehr als 20 Stunden Training pro Woche

Auf weit über 20 Stunden Training pro Woche kommt Meyer so. "Meine Mitschüler zeigen viel Interesse für meinen Sport. Trotz des vielen Trainings habe ich in der Schule keine Probleme. Taekwondo fördert ja auch die Konzentration", berichtet er.

Die viele Arbeit und der Eifer wurden bereits jetzt belohnt. Seit dem 21. Januar ist er der einzige 14-Jährige in der Nationalmannschaft. Ende 2011 wurde der 1,87m-Hüne Deutscher Vizemeister in der 68er Gewichtsklasse sowie Stadtmeister bei den offenen Meisterschaften in Castrop-Rauxel.


Nächstes großes Ziel: die EM in Slowenien

Durch die Titel sicherte sich Yannick die Teilnahme an den Europameisterschaften im April in Slowenien. "Das ist mein nächstes großes Ziel", erklärt er.

Doch was macht für den Ruhrstädter, der erst seit 2009 an offiziellen Wettkämpfen teilnimmt, eigentlich den Reiz am Taekwondo aus? "Es ist keine Selbstverteidigungssportart, sondern eine Kampfkunst. Ich mag, dass es eine Einzelkampfsportart ist und kein Mannschaftssport. Es erfordert hohe Konzentration und viel Durchhaltevermögen."

Sport als Grundlage, um später Polizist zu werden?

Obwohl Taekwondo offiziell als Semikontaktkampfsport bezeichnet wird, passiert bei Wettkämpfen eine ganze Menge. "Eigentlich ist es Vollkontakt. Bei jedem zweiten Wettkampf geht einer KO", berichtet Yannik. Umso erstaunlicher ist es, dass er sich bislang nur einen Nasenbeinbruch zuzog - und das auch noch im Training.

Bei so viel Talent müsste man fast schon meinen, dass der Realschüler enttäuscht wäre, dass eine Profikarriere in seiner Sportart nicht möglich ist. Doch weit gefehlt. Für die spätere berufliche Laufbahn als beispielsweise Polizist bietet es eine tolle Grundlage. Und auf dem Weg dahin gibt es für Yannik auch noch einige internationale Titel zu gewinnen.



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