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Foto: Bernd Paulitschke |
Wie der Ergste dazu kam, weiß er selbst gar nicht so genau. In einer Eislaufschule lernte er zunächst das Eislaufen auf spielerische Art und Weise - die Grundlage jedes Eishockeyspielers. Immer samstags ging´s zum Training in die Iserlohner Eishalle.
Das änderte sich in den letzten drei Jahren rapide. Nachdem Vater Kai Bolte eine günstige Ausrüstung erworben hatte, stieg der Trainingsumfang enorm. "Dienstags trainiere ich bei den Kleinschülern, donnerstags bei den Kleinschülern und den Bambinis und freitags nur bei den Bambinis", erzählt Lukas. Hinzu kommen Einladungstraining und natürlich Spiele - auch dem jüngeren Nachwuchs wird schon einiges abverlangt. Und ein zweites Talent besitzt Lukas auch noch: Beim Else-Cup war er Jahrgangsbester - Wasser scheint sein Element zu sein, ob flüssig oder gefroren.
Ältester Bambini-Jahrgang - gleichzeitig auch Kleinschüler B
Der Verteidiger gehört zum ältesten Jahrgang der Iserlohner Bambinis und darf gleichzeitig bei den Kleinschülern B, der zweiten Mannschaft der zehn- und elfjährigen Eishockeyspieler, mitspielen. Seine Bambini-Truppe spielt auf geteiltem Eis in der A-Liga NRW und misst sich mit den Krefeld Pinguinen, den Kölner Haien und Düsseldorf.
"Die Bambinis sind nicht so gut, aber die Kleinschüler B sind schon erfolgreicher", findet Lukas und berichtet von einem 6:6 gegen Neuss, einem 3:3 gegen Ratingen und einem Sieg gegen Duisburg. "Ein bisschen aufgeregt" war Lukas bei seinem ersten Spiel schon, gesteht er, inzwischen spielt er allerdings schon seine dritte Saison im Trikot der Sauerländer.
Zufällig die gleiche Nummer wie sein Lieblingsspieler Michael Wolf
Betritt man Lukas' Kinderzimmer, sieht man auf Anhieb, dass hier ein Eishockeyspieler schläft. Poster, Urkunden und Fotos verdecken die hellgelben Wände. Stolz präsentiert Lukas das Mannschaftsfoto an der Wand und seine eigene Playercard: Lukas Bolte - Nummer 16. Zufällig trägt er damit die gleiche Trikotnummer wie sein Lieblingsspieler Michael Wolf. "Den find´ ich irgendwie gut", sagt Lukas über den Nationalstürmer.
Live gesehen hat er Wolf schon mehrfach, denn ein paar Mal pro Saison guckt Lukas die Spiele der Iserlohner DEL-Mannschaft. Früher musste da noch ein Bierkasten zum Draufstellen herhalten, heute sieht Lukas das Spiel auch schon ohne.
Und wenn alles klappt, wie er es sich vorstellt, wird er selbst eines Tages vor großer Kulisse aufspielen. Denn auf die Frage nach seinem Berufswunsch gibt Lukas Bolte eine wenig überraschende Antwort: "Eishockeyprofi!"
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