Blitzer-Marathon in Selm: Acht Raser gehen der Polizei ins Netz
SELM Groß angekündigt war der Blitzer-Marathon der Polizei für Freitag. Wo in den einzelnen Orten geblitzt werden sollte, war bekannt. Trotzdem gerieten der Polizei in Selm einige Raser zu schnell vor die Laserpistole.
Ein Lasermessgerät. (Foto: Angela Wiese)
"Schnell nach Hause"
Nicht alle, die das Team aus drei Beamten am Nachmittag anhalten musste, waren so schnell. Mit 60 km/h zum Beispiel tappte eine Autofahrerin in die Radarfalle. Gehört und gelesen habe sie zwar von der großen Blitzeraktion. „Heute morgen bin ich auch noch ganz vorschriftsmäßig gefahren“, sagt sie. „Jetzt wollte ich schnell nach Hause.“ Ob sie die Blitzeraktion sinnvoll findet? „Ich bin Erzieherin in einem Kindergarten. Sicherheit geht natürlich vor“, sagt die Autofahrerin einsichtig. Keine Ausnahme an diesem Tag.
Auch die weiteren Schnellfahrer liegen nur kurz über der Geschwindigkeitshöchstgrenze, sind teilweise sogar zu Scherzen aufgelegt während sie ihre Papiere zücken und den Polizisten übergeben. „Es gibt keinen, der uns deswegen an den Hals springt. Es weiß doch jeder, dass er zu schnell war“, sagt Polizist Stefan Süß. Unfreundlich würden eher die Autofahrer, die deutlich über der Höchstgrenze liegen und wüssten, welche Konsequenzen kommen.
Acht fuhren zu schnell
Eine sehr beliebte Ausrede bei den Autofahrer sei der Zeitdruck, sagt Müller. So war es auch gestern auf der Nordkirchener Straße. „Der Zeitdruck sollte aber nicht dazu führen, dass man sein eigenes Leben oder das der anderen gefährdet“, sagt Müller. „Viele machen sich den Druck selbst, indem sie zu spät losfahren“, fügt er hinzu.
Etwa 30 Fahrer maßen die Beamten in eineinhalb Stunden. Acht waren zu schnell.





























