Selbstbehauptungskursus: Kinder werden zu starken Persönlichkeiten
CAPPENBERG Fremde erwachsene Menschen sind schwer zu durchschauen. Besonders für Kinder. Wollen sie mir Gutes oder Schlechtes? Auf dem Schulhof ist es ganz offensichtlich. Hier schauen sich Kinder ihre „Opfer“ aus. Doch diese wehren sich jetzt. Mithilfe von Daniel Duddek machte die Kindergruppe der Fünf- bis Siebenjährigen des TC Cappenberg einen Selbstbehauptungskursus.
Daniel Duddek und die Kinder zeigen den Eltern, was in dem fünfwöchigen Kurs zur Selbstbehauptung behandelt wurde. (Foto: Antje Pflips)
Abschlussabend
Am Dienstag fand der Abschlussabend mit den Eltern statt. Hier zeigten die Kinder, was sie gelernt haben. Gemeinsam mit Duddek spielten sie in verteilten Rollen mehrere alltägliche Situationen durch, die so oder ähnlich auf dem Schulhof, im Verein, zu Hause oder auf dem Nachhauseweg passieren können.
Dabei lernten die Kinder als erstes, Augenkontakt zu halten und eine starke Körperhaltung einzunehmen. Was ist stark? Nicht zusammengesunken, den Blick gesenkt und die Hände verkrampft.
Stark ist selbstbewusst. Eine aufrechte Körperhaltung, schulterbreit die Füße, gesunde Körperspannung und Augenkontakt sind die Attribute, die Duddek als selbstbewusst definiert. Ist den Kindern eine Situation unangenehm oder gefährlich, rufen sie laut „Stopp“. Aufmerksamkeit zu erzeugen ist wichtig. Die laute Stimme lenkt die Aufmerksamkeit anderer auf die Situation.
Situation erkennen
Doch nicht alle Fallbeispiele waren gefährlich. „Es ist mir wichtig, dass die Kinder die Situation erkennen“, sagte Duddek. Denn der Großteil der Menschen sei nett oder ungefährlich. „Kinder sollen lernen, die Situation rechtzeitig zu bewerten“, forderte er.





























