Honorarkräfte: CKT-Krankenhäuser brauchen Ärzte auf Abruf
STEINFURT Für Ärzte ist das Land nicht wirklich attraktiv. Das bekommen auch die CKT-Krankenhäuser in Steinfurt und Emsdetten zu spüren. Ohne Honorarärzte wird es schwierig.
Medizinischer Geschäftsführer der CKT Dr. med. Andreas Eichenauer (Foto Archiv)
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Narkoseärzte sind gefragt
Insbesondere im Bereich der Anästhesieärzte (Narkoseärzte) kommt man nicht ohne Freiberufler aus. Eichenauer: "Für die beiden Marienhospitäler in Steinfurt und Emsdetten haben wir bislang keine Fachärzte gefunden, die zu einer Festanstellung bereit waren." Das würde natürlich auch Kosten sparen, denn Honorarärzte sind zumeist deutlich teurer als festangestellte Mediziner, weiß man bei der CKT. Die Beschäftigung der freiberuflichen Kollegen kostet mindestens so viel wie eine Vollzeitkraft .
Der Not gehorchend arbeitet die CKT-Gesellschaft mit Agenturen zusammen, die auch kurzfristig Mediziner vermitteln können. "Wir haben immer gute Erfahrungen gemacht. Viele der Kollegen kommen inzwischen öfter, kennen sich in unseren Häusern aus, so dass die medizinische Qualität immer auch gewährleistet war und ist", betont Dr. Eichenauer.
Insgesamt hat sich aber seit zwei Jahren die Lage immer weiter zugespitzt. So stellt die Deutsche Krankenhausgesellschaft im neuesten "Krankenhaus-Barometer" fest, dass 71 Prozent aller Krankenhäuser 2010 Honorarärzte beschäftigt haben.
Mangelnde Attraktivität
"Natürlich spielt dabei auch Geld ein Rolle", so Dr. Eichenauer, "aber nicht nur." Viele der jungen Ärzte wollen, so seine Erfahrung, sich beruflich nicht in den kleineren Städte binden. Münster sei gerade in der Region eben deutlich attraktiver als Steinfurt oder Emsdetten. Dabei bietet seiner Ansicht nach beispielsweise das Marienhospital in Steinfurt als Lehrkrankenhaus jungen Ärzten vielfältige Möglichkeiten der Weiterbildung.
Derzeit gibt es Überlegungen in den CKT-Häusern an allen drei Standorten einen Ärzte-Pool zu bilden, um bei Bedarf sich mit eigenen Kräften helfen zu können.
Wenig Hoffnung setzt man auf die Initiative von Gesundheitsminister Daniel Bahr, der mit einem Versorgungsstrukturgesetz dem Ärztemangel im ländlichen Raum durch finanzielle Anreize entgegenwirken will. "Die Zielgruppe sind niedergelassene Ärzte, nicht Ärzte für Kliniken", erklärt der CKT-Geschäftsführer. "Wir müssen uns selber helfen."
Wenig verspricht man sich von Anzeigen in Fachblättern. "Da werden wir als CKT-Häuser gar nicht wahrgenommen, weiß Dr. Eichenauer aus Erfahrung. "Wir müssen unseren guten Ruf in allen Häusern auf Tagungen und Kongressen von Kollege zu Kollege weitertragen. Auch das soll Teil des Konzeptes werden.
















