Graf-Ludwig-Schule: "Ersatzlösung" dauert jetzt schon 40 Jahre
BURGSTEINFURT Steinfurt ist "Schulstadt". Sich selbst diesen Titel zu verleihen, erfordert wenig Aufwand. Diesem Anspruch aber gerecht zu werden, erfordert vor allem auch Geld. Und das fehlt an allen Ecken - auch für den maroden Pavillon an der Graf-Ludwig-Schule.
Über 40 Jahre alt ist dieser Pavillon an der Graf-Ludwig-Schule. (Foto Steffen Maas)
- FC Vorwärts Wettringen Vorwärts mit 5:2-Sieg im Nachbarderby in Ochtrup
- SC Preußen Borghorst SCP-Gast Mesum seit acht Spielen unbesiegt
- Fußball-A-Liga Laerer Endspiel gegen Metelen
- Fußball-A-Liga Scheinbar klare Vorzeichen zwischen SCP II und Horstmar
- SV Burgsteinfurt Vorm Haltern-Spiel: Viele Gespräche und ein Rauswurf
Er wird täglich für Hausaufgabenbetreuung und für die "Bis-Mittag-Betreuung" benötigt. Zudem findet hier Musikunterricht und Förderunterricht statt. Wöchentlich wird der Pavillon zusätzlich für muttersprachlichen Unterricht in Russisch, Projektgruppen des "Offenen Ganztages" und Übungsabende des Spielmannszuges genutzt.
Lange Mängelliste
Der Zustand des Pavillons ist schon länger bekannt. Jetzt fordert der Förderverein der Schule "Fidibus e.V", dass dieser "unhaltbare" Zustand endlich beseitigt wird. In einem offenen Brief an den Bürgermeister der Stadt und die Ratsfraktionen verweist die Vorsitzende des Fördervereins, Marion Schroer, auf ein Gutachten vom 7. Mai 2007, das eine erhöhte und gesundheitsgefährdende Sporenanzahl in der Raumluft nachweist. Dies sei eine gesundheitliche Gefahr für die Nutzer der Pavillons.
Ein weiteres immer wieder auftretendes Problem ist "Rattenbefall". Wie Schulleiterin Ingrid Wernsing bestätigt, muss jedes Jahr ein "Kammerjäger" - oft auch mehrmals - kommen, um dieser Plage Herr zu werden.
Marion Schroer moniert weitere Gefahrenpotenziale. So ist es im Eingangsbereich im Winter extrem rutschig und gefährlich. Außerdem gehe von der zu schnell schließenden Eingangstür ein erhöhtes Verletzungsrisiko für die Schüler aus.
Für Detlef Bogs, Leiter des Hochbauamtes der Stadt, ist die Schlussfolgerung aus dem Gutachten falsch. "Aufgrund des gemessenen Wertes hinsichtlich des Pilzbefalls war ein dringender Handlungsbedarf nicht gegeben. Handlungsbedarf gab es jedoch bei der vermerkten Durchfeuchtung des Daches. "Hier haben wir von Seiten der Stadt entsprechende Reparaturarbeiten durchgeführt", so Bogs.
Neubau statt Sanierung"Ein schulwürdiger Raum sieht anders aus", sagt Detlef Bogs. Er verweist darauf, dass es bereits 2009 und 2010 Vorschläge seitens der Verwaltung gab, den Pavillon durch einen An- oder Neubau zu ersetzen. Geschätzte Kosten: 200 000 Euro. Dies sei aber aufgrund fehlender Finanzmittel zurückgestellt worden.
"Unabhängig von dem noch ausstehenden neuen Gutachten, das die Stadt bereits in Auftrag gegeben hat, muss gehandelt werden, erklärt der Leiter des Hochbauamtes. Angesichts der bestehenden Mängel verbiete sich aus Kostengründen eine Teilsanierung. "Man müsste über einen Neubau nachdenken", so Bogs.
Die GAL-Fraktion hat beantragt, das Problem in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Kultur, Schule und Sport auf die Tagesordnung zu setzen. Sollte der Ausschuss zustimmen, wird sich der Hochbauamtsleiter dazu äußern.
















