Fest im Fürstenhaus: Sie war auch ein Mädchen im gestreiften Pulli
BURGSTEINFURT Zwei junge Leute strahlen den Zeitungsleser vom 4. August 1950 an. Ein Mädchen in gestreiftem Pulli und ein junger Mann in Försterkluft. Es sind Gräfin Sylvia Marie-Agnes Olga Wera von Pückler und Erbprinz Christian Max Gustav Albrecht von Bentheim und Steinfurt, kurz vor der Hochzeit.
Das Brautpaar Gräfin Sylvia Marie-Agnes Olga Wera von Pückler und Erbprinz Christian Max Gustav Albrecht von Bentheim und Steinfurt, wie es sich am 4. August 1950 die Steinfurter Zeitung vorstellt. (Repro: Günther Hilgemann)
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Die Gräfin aus Burkersdorf
Mit politischem Wunschdenken geht der Berichterstatter auf die Herkunft der Brautleute ein. Die am 16. Mai 1930 im schlesischen Burkersdorf geborene Gräfin und der am 9. Dezember 1923 in Burgsteinfurt geborene Erbprinz verkörpern den Wunsch nach einer Wiedervereinigung des gespaltenen Deutschlands. „In schönster Weise und geradezu symbolhaft reichen sich in dieser Hochzeit Ost- und Westdeutschland die Hand“, schreibt der Redakteur, um anschließend in fast pathetischen Worten das, „was jeder Bürger im innersten Herzen wünscht“, auszusprechen.



















