Jahreshauptversammlung in Steinfurt: Den Radsportbezirk Nord-Westfalen plagen Nachwuchssorgen
BURGSTEINFURT „Vergesst mir die Jugend nicht“, warb Toni Kirsch leidenschaftlich um den Nachwuchs im Radsport. Denn die Vereine müssen landesweit mit zurückgehenden Mitgliederzahlen im Jugendbereich zurechtkommen.
Wurden für ihr ehrenamtliches Engagement im Radsportbezirk Nord-Westfalen vom Vorsitzenden Stefan Rosiejak (l.) und vom Präsidenten des Radsportverbandes Nordrhein-Westfalen Toni Kirsch (r.) geehrt: Daniel Mester (2.v.l.), Ferdinand Ameis (3.v.l.) und Ludger Mester (2.v.r.) vom RSV Friedenau Steinfurt sowie Leo Bröker (3.v.r.) aus Münster. (Foto: Matthias Lehmkuhl)
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Kirsch warnte vor dem Aussterben der Radsportvereine. „23 Vereine in unserem Verband haben gar keine Jugendabteilung mehr“, unterstrich er. Stefan Rosiejak, Vorsitzender des Radsportbezirks Nord-Westfalen, entgegnete: „Wir gehören aber zu den Bezirken mit dem größten Anteil an Jugendlichen. Aktuell haben wir rund 670 Jugendliche. Andere Bezirke haben nur etwa 500.“
Ludger Mester, Vorsitzender des RSV Friedenau, erinnerte in seiner Begrüßungsrede daran, dass in etlichen Orten des Münsterlandes Radsportgruppen existieren. „Die sind aber alle nicht in einem Verein“, betonte er.
Auch Heinz-Bernd Buss, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse, die ihre Räume zur Verfügung stellte, richtete Begrüßungsworte an die Anwesenden. Von denen viele Steinfurt gut kennen dürften, wie die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Hemker-Möllering feststellte: „Für sie Radsportler ist Steinfurt sicherlich ein Begriff. Schließlich werden hier viele Rennen ausgetragen. Vor allem mit dem Kopfsteinpflaster unserer historischen Altstadt haben viele besonders bei Regen schon Bekanntschaft gemacht.“
Verwundert
Etwas verwundert zeigte sich Uli Fischer vom Kreissportbund: „Weil es heute um das Rad geht, bin ich anstatt mit dem Auto mit dem Fahrrad gekommen. A…kalt muss ich sagen. Und was habe ich festgestellt: Kein einziges Fahrrad steht vor der Tür“, schmunzelte Fischer, der ferner um mehr Kooperation zwischen Vereinen unterschiedlicher Sportdisziplinen warb.
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- Ehrung: Ludger Mester, sein Sohn Daniel und Ferdinand Ameis vom gastgebenden Verein erhielten aus den Händen von Toni Kirsch und Stefan Rosiejak Ehrennadeln und Urkunden für ihr jahrelanges ehrenamtliche Engagement im Radsport.
- Vorstandswahlen: Bei den Neuwahlen des Vorstandes des Radsportbezirks Nord-Westfalen wurden Ferdinand Ameis vom RSV Friedenau als Fachwart Rennsport und Wilhelm Wedi aus Emsdetten als stellvertretender Vorsitzender Rennsport wiedergewählt.













