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Medienhaus Lensing
05.12.2011 18:22 Uhr
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Unter-Tage-Marathon: Extreme Bedingungen in 700 Metern Tiefe

STEINFURT In einem Salzbergwerk in 700 Metern Tiefe fand am Samstag der 10. Unter-Tage-Sparkassen-Marathon in Sondershausen (Thüringer Wald) statt. Auch Gisela Hertz und Josef Grond stellten sich der Herausforderung.

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Gisela Hertz, hier bei einem anderen Lauf, war glücklich, beim Unter-Tage-Marathon durchgehalten zu haben. (Foto: prf)

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Den Thüringer Wald bekamen die beiden Marathonis nicht zu Gesicht. Denn bei der Anfahrt war es noch dunkel und nach der Veranstaltung schon wieder dunkel.

Stirnlampe

Bei dem Lauf galt es acht Runden (jeweils 5,27 Kilometer mit circa 1000 Höhenmetern) bei Extrembedingungen zu absolvieren. In 700 Metern Tiefe herrschten Temperaturen um 27°C bei extrem trockener und staubiger Luft. Der Untergrund war teilweise schwer zu laufen und zudem waren die Lichtverhältnisse schlecht, so dass eine Stirnlampe unverzichtbar war. All diese Bedingungen stellten höchste Anforderungen an die maximal 400 Teilnehmer.

Hertz und Grond starteten bereits vor drei Jahren bei diesem Extremevent und hatten beide das Ziel, ihre damalige Zeit zu unterbieten.

Inneren Schweinehund überwunden

Gisela Hertz hatte von Beginn an arge Probleme mit der Wärme und der Luft sowie zunehmend mit ihrem Magen/Darmtrakt. Sie kämpfte mit dem Gedanken abzubrechen, besiegte aber ihren „inneren Schweinehund“ und erreichte das Ziel nach 5:30,41 h. Sie war froh und glücklich, gefinisht zu haben – auch wenn sie 15 Minuten länger benötigte als vor drei Jahren. Trotz aller Schwierigkeiten reichte diese Zeit für den Altersklassensieg in der W55.

Für Josef Grond, der mit einem Laufkollegen aus Nordwalde startete, lief es von Anfang an besser. Erst in der zweiten Hälfte des Marathons hatte er zunehmend Probleme mit Krämpfen, so dass auch für ihn nur noch das Ankommen zählte. Trotz des erreichten Ziels, seine bisherige Zeit zu verbessern, was ihm mit 13 Minuten deutlich gelang, war er sichtlich unzufrieden mit seiner Leistung. In 4:23:57 h lief er immerhin noch auf den 2.Platz der M55.

Warum eigentlich?

Läufe dieser besonders extremen Art lassen die beiden Marathonis im Nachhinein doch darüber nachdenken, warum man sich solchen Bedingungen immer wieder freiwillig aussetzt. Aber spätestens bei der nächsten Anmeldung sind die Strapazen wieder vergessen.


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